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Peter Bensmann besucht auch in Coronazeiten Familien und Vereine – aber online

Großes Echo auf Nikolaus-Videos

Münster-Südost

Jahrelang besuchte Peter Bensmann Familien und Vereine als Nikolaus und sammelte Spenden für karitative Zwecke. Da dies in Corona-Zeiten nicht möglich ist, versendet er nun Nikolaus-Botschaften per Video

Iris Sauer-Waltermann

Früher besuchte Peter Bensmann verschiedene Kitas, Vereine und Altenheime direkt. Da dies in diesem Jahr nicht möglich ist, kommt er auf Wunsch per Video ins Haus. Sein „Auftragsbuch“ ist schon gut gefüllt. Foto: Privat

Seit über 25 Jahren besucht Peter Bensmann als Nikolaus im Dezember Kindergärten, Vereine und Altenheime. Nachdem die Coronapandemie persönliche Auftritte zurzeit unmöglich machte, bot er an, Gruß-Botschaften als Nikolaus per Video zu versenden. Und mit diesem kreativen Angebot traf er offensichtlich den Nerv der Zeit: Rund 30 Aufträge hat der Gremmendorfer bereits bis jetzt erhalten.

Er sei selbst überrascht von dem Echo, erklärt Bensmann, der gerade erst zum Bezirksbürgermeister von Münster-Südost gewählt wurde. Trotz dieses politischen Ehrenamtes und neben voller Berufstätigkeit will er seine Auftritte als Nikolaus fortsetzen. „Für mich ist es wichtig, diese christliche Tradition zu stärken“, betont er.

Nun also kommt er per Video zu seinen Auftraggebern. Stilecht mit Mantel, Mitra, Bischofsstab und -ring ausgestattet tritt er vor die Kamera. Die Informationen zu seinen eingesprochenen Texten hat er zuvor von den Auftraggebern erhalten. „Ich spreche zum Beispiel Kinder mit ihrem Namen an und frage, ob sie die Geschenke in einer bestimmten Ecke des Wohnzimmers gefunden haben“, erklärt er.

Aber nicht nur Familien, auch Schützen-, Karnevalsvereine und andere Gruppen kommen auf ihn zu. Die üblichen Weihnachtsfeiern müssten ja coronabedingt ausfallen, ruft Bensmann in Erinnerung. Daher würden viele per Internet aktiv.

Die Aufträge kommen aber auch von Firmen, die beispielsweise Grußbotschaften an ihre Mitarbeiter senden. Diese würden am Schluss etwa dazu aufgefordert, einen Schokoladen-Nikolaus für die Kinder abzuholen. Auch Einzelhandelsgeschäfte fragen den Nikolaus mitunter an, um die Filme in den Ladengeschäften zu zeigen.

„Freundlicherweise hat sich meine Frau bereit erklärt, die Videos aufzunehmen“, berichtet Bensmann. Vier bis fünf Filme würden auf diese Weise an so manchem Abend gedreht. Am Wochenende kämen weitere dazu.

Bezahlen müssen die Auftraggebern für die Video-Botschaften nicht. Sie sind genauso kostenlos wie die früheren persönlichen Auftritte des Nikolauses. Allerdings werden freiwillige Spenden gern gesehen. In den vergangenen Jahren kamen auf diese Weise immer etwa 1200 bis 1500 Euro zusammen, die für verschiedene caritative Zwecke gespendet wurden.

Auch diesmal gibt es einen Empfänger, der das Geld gut gebrauchen kann. „Die Spenden werden für das Projekt Kinderfrühstück im Familienzentrum St. Bernhard in Angelmodde verwendet“, erklärt Peter Bensmann. Der Zweck sei, den Jungen und Mädchen dort ein gesundes gemeinsames Frühstück anzubieten.

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