Neuauflage der Schutzliste

Keine neuen Naturdenkmäler in Südost

Münster-Wolbeck/A...

Die Liste der Naturdenkmäler in Münster wird aktuell überarbeitet. Für Angelmodde und Wolbeck ergeben sich trotz einiger Vorschläge keine Änderungen. Ein Blick in die Liste lohnt sich trotzdem.

In Münster gibt es 326 Bäume, Baumgruppen oder Findlinge, die als Naturdenkmale ausgewiesen sind. In den Außenbezirken der Stadt Münster sind diese Naturdenkmäler allerdings vergleichsweise rar gesät.

In Angelmodde-West gibt es beispielsweise nur ein einziges Naturdenkmal – nämlich eine alte Stieleiche in der Nähe eines Garagenhofes nahe der Straße Am Schütthook. Im Rahmen einer aktuell laufenden Novellierung der Verordnung zum Schutz von Naturdenkmälern wurden keine neuen Objekte in die Liste aufgenommen.

Vorschläge aus der Bevölkerung

Während der Auslegungsfrist wurden zwar mehrere Stellungnahmen von Privatpersonen eingebracht. Nach fachlicher Prüfung und Abwägung wurde allerdings keiner der Vorschläge für Wolbeck oder Angelmodde berücksichtigt. Unter anderem wurde die Verwaltung gebeten zu prüfen, ob eine Blutbuche an der Friedenskirche die Kriterien erfüllt. Nach Auswertung von Luftbildern weist sie ein Alter von etwa 60 Jahren auf. Nach Einschätzung der Unteren Naturschutzbehörde bildet der Baum zwar ein Ensemble mit der Friedenskirche. Doch das reichte nicht, um die hohen Anforderungskriterien an ein Naturdenkmal zu erfüllen.

Die bekanntesten Naturdenkmäler in Südost

Das bekannteste Naturdenkmal im Südosten der Stadt dürfte die „Gallitzin-Eiche“ in Angelmodde-Dorf sein. Eigentlich handelt es sich um zwei Bäume – beide Kronen wurden durch den Orkan Kyrill im Jahr 2007 stark beschädigt, der östliche Baum ist mittlerweile abgestorben. Der alte Baum ist das Einzige, was von dem Landsitz der Amalia Fürstin von Gallitzin aus dem 18. Jahrhundert an dieser Stelle zurückgeblieben ist. Ein letzter Zeitzeuge. Weitere Naturdenkmäler sind der Lebensbaum im Garten des Pfarrhauses von Wolbeck an der Herrenstraße sowie eine Eibe an der Ostseite des ehemaligen Drostenhofparks. Ihr Alter wird auf etwa 350 bis 400 Jahre geschätzt.