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Erschließung über Heidestraße

Neue Details zur Entwicklung des Westfalen-Areals

Münster-Angelmodd...

Das ehemalige Betriebsgelände der Westfalen AG in Angelmodde bietet Platz für neuen Wohnraum und eine Schule. Doch über welche Straße wird später einmal der Verkehr fließen? Und warum sind so auf dem Areal viele Bäume verschwunden?

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Die Stadt Münster verhandelt mit der Westfalen AG über das Firmengelände auf der Grenze von Angelmodde und Gremmendorf. Dort sollen neue Wohnflächen und eine weiterführende Schule entstehen. Dafür werden zwei getrennte Bebauungspläne erstellt. Foto: Matthias Ahlke

In der Sitzung der Bezirksvertretung Südost am vergangenen Dienstag wurden weitere Details zum geplanten Baugebiet auf dem Westfalen-Gelände an der Heidestraße bekannt.

Kritik gab es von den Grünen, dass auf der Fläche bereits Rodungen vorgenommen worden seien, ohne dass es dazu einen politischen Beschluss gegeben hätte. Auch Anwohner ärgern sich, dass große Waldflächen erkennbar verschwunden sind. Die Verwaltung legt Wert darauf, dass sich auf dem Firmengelände rein rechtlich „kein Wald im Sinne des Forstgesetzes“ befände. Entsprechend gebe es auch keine Handhabe, wenn es dort wirklich abgeholzt würde. Das sei allerdings auch gar nicht der Fall: Die sichtbaren Schneisen seien durch einen Orkan entstanden und bereits vor ein paar Jahren vorhanden.

Über welche Straße wird das Areal erschlossen? Das wollte Die Linke wissen. Wichtig ist die Frage in Hinblick auf den geplanten Schulstandort auf dem östlichen Firmengelände. Die Verwaltung erläuterte, dass dazu in diesem frühen Stadium der Planungen noch keine definitiven Aussagen gemacht werden könnten. Allerdings sei nach bisherigem Stand die Heidestraße als Erschließungsstraße angedacht.

Ist das realistisch? Die Verwaltung sagt ja: Man habe vor ein paar Jahren den Verkehr zur Gasabfüllanlage gemessen. Rein rechnerisch werde der Verkehr in das Wohngebiet und zur Schule unter diesen Werten bleiben. Der Verkehr auf der Heidestraße werde sich also verringern – trotz Wohngebiet. Man sei sich bewusst, dass es einen Unterschied gebe, wenn überwiegend Schülerverkehr mit Autos konkurrieren, oder eben Autos mit Lastwagen wie früher.

Profitiert auch das Gymnasium Wolbeck vom neuem Schulstandort?

Tim Thier von der FDP begrüßt den neuen Schulstandort. Allerdings warnt er davor, das Schulzentrum Wolbeck zu schwächen. Ratsherr Dr. Michael Klenner sieht dagegen in jedem Fall Vorteile für das Gymnasium Wolbeck: „Es werden weitreichendere Kooperationen möglich.“ Aktuell kooperiert Wolbeck in der Oberstufe mit dem Kant-Gymnasium in Hiltrup.

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