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Wohnquartier und Schulstandort auf dem Westfalen-Gelände

Rat entscheidet im Mai

Münster-Angelmodd...

Die Stadt Münster verhandelt mit der Westfalen AG über das Firmengelände an der Heidestraße. Dort sollen neue Wohnflächen und eine weiterführende Schule entstehen. Bereits zum Ende des Monats sollen die Pläne die politischen Gremien erreichen.

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Die Stadt Münster verhandelt mit der Westfalen AG über das Firmengelände auf der Grenze von Angelmodde und Gremmendorf. Dort sollen neue Wohnflächen und eine weiterführende Schule entstehen. Dafür werden zwei getrennte Bebauungspläne erstellt. Foto: Matthias Ahlke

Das ehemalige Betriebsgelände der Westfalen AG in Angelmodde bietet Platz für neue Nutzungen. Was künftig an der Heidestraße passieren soll, beraten die politischen Gremien der Stadt ab dem 27. April.

Die von der Planungsverwaltung erarbeitete Beschlussvorlage schlägt die Entwicklung zu einem Wohnquartier kombiniert mit einem Schulstandort vor. „In der Verbindung von Wohn- und Schulstandort sehen wir ein hohes Potenzial, die Stadtteile Angelmodde und Gremmendorf mit einem neuen, nachhaltigen Quartier zu stärken und zu bereichern“, erläutert Stadtbaurat Robin Denstorff.

Wie bereits berichtet, soll eine neue vierzügige Schule für die Sekundarstufen I und II auf dem Gelände den zukünftigen Bedarf in Münsters Südosten in Teilen abdecken. Für das neue Wohnquartier ist eine Zusammenarbeit der Verwaltung mit der „Vivawest Wohnen GmbH“ als Vorhabenträgerin vorgesehen. Ein städtebauliches Qualifizierungsverfahren soll den Einstieg in den Planungsprozess bilden. „Gemeinsam haben Stadt und Vorhabenträgerin bereits hohe qualitative Ansprüche an den neuen Wohnstandort mit etwa 430 Wohneinheiten formuliert“, so die Pressemitteilung.

Nachhaltigkeit soll im Vordergrund stehen

Die Stadt Münster spricht von einer gute Vernetzung im Quartier, einer hochwertigen baulichen und architektonischen Qualität sowie attraktiven Grün- und Freiräumen mit hoher Aufenthaltsqualität. Ausgewählte Baustoffe, innovative Wärme- und Energiekonzepte sowie alternative Mobilitätsangebote sollen dem Nachhaltigkeitsanspruch gerecht werden, werben die Stadtplaner für ihr Projekt.

Die Verwaltung macht den Vorschlag, das Projekt in zwei Bebauungspläne aufzuteilen. Für das Wohnquartier ist momentan ein vorhabenbezogener Bebauungsplan vorgesehen, der gemeinsam mit Vivawest entwickelt wird. Das Planungsrecht für den Schulstandort soll dagegen durch einen Angebotsbebauungsplan geschaffen werden.

Über diese Vorlage soll der Rat in seiner Sitzung am 19. Mai entscheiden. Nach einem positiven Votum zum Projektstart sollen der Grunderwerb mit der Westfalen AG als Flächeneigentümerin abgeschlossen werden. Die Stadt beabsichtigt dabei den Kauf der Teilfläche für den Schulstandort, während die Vorhabenträgerin die übrige Fläche für das Wohnquartier erwerben möchte. „Anschließend werden die Stadt und Vivawest eine Rahmenvereinbarung unterzeichnen, die die qualitativen Ansprüche an das nachhaltige Wohnquartier enthält“, heißt es in der Mitteilung. Die Rahmenvereinbarung soll die Grundlage für die weitere städtebauliche Entwicklung und das anschließende Qualifizierungsverfahren darstellen.

Mehrstufige Bürgerbeteiligung angekündigt

Die Planungsverwaltung legt nach eigenen Angaben Wert auf die Einbindung der Öffentlichkeit: Nach der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung sei der Start für die mehrstufige Bürgerbeteiligung geplant. „In der Auftaktveranstaltung im Vorfeld des städtebaulichen Qualifizierungsverfahren werden Ideen und Anregungen aus der Bürgerschaft gesammelt, die in die Entwurfsarbeit einfließen.“ Und wenn die teilnehmenden Stadtplanungsbüros in einer Zwischenpräsentation ihre Entwürfe vorstellen, sollen die Bürgerinnen und Bürger Hinweise für die zweite Arbeitsphase einbringen können.

Anschließend werde in einer Veranstaltung über die Entscheidung des Preisgerichts informiert, welcher Entwurf als Sieger aus dem Verfahren hervorgegangen ist. „Im Bebauungsplanverfahren haben die Bürgerinnen und Bürger nochmals die Gelegenheit, Stellungnahmen abzugeben.“

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