Prüfauftrag zum Erhalt der Haltstelle Bült für die Linien 6 und 8

SPD kritisiert eine Benachteiligung des Südostens

Münster-Südost

Für jede Menge Gesprächsstoff sorgt aktuell das Vorhaben, im Zuge eines Verkehrsversuchs die Buslinien 6 und 8 nicht mehr über Haltestelle Bült fahren zu lassen. Besinders im Südosten regt sich Widerstand.

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Demnächst können die Buslinie Nr. 6 und Nr. 8 nicht mehr von der Hörster Straße zum Bült fahren. Foto: Matthias Ahlke

Sehr kritisch sieht die SPD im Südosten den Verkehrsversuch, dass die beiden Buslinien aus dem Bezirk die Haltestelle Altstadt/Bült versuchsweise nicht mehr anfahren sollen. Sie begrüßt laut einer Mitteilung den Beschluss der Bezirksvertretung Münster-Mitte, die Stadtwerke aufzufordern, vor dem Start des Versuchs eine Lösung für die beiden Linien zu finden.

„Dass zwei wichtige Buslinien aus unserem Bezirk – die Linie 6 und Linie 8 – die einzige Haltestelle in direkter Zentrumsnähe nicht mehr anfahren sollen, fördert nicht die Attraktivität des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs – im Gegenteil“, erklärt Sabine Metzler, Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung. Sie befürchtet: „Wer kann, nutzt dann wieder das Auto und erledigt seine Einkäufe außerhalb.“

Innenstadt mit dem Bus erreichen

„Wenn wir die Innenstadt stärken wollen, müssen wir den Menschen auch die Gelegenheit geben, sie mit einem Bus erreichen zu können“, ergänzt Bezirksvertreterin Tamara Bormann. Mit den Hinweisen, dass sich die Wege ins Zentrum nur um wenige Hundert Meter verlängern, werde das negative Bild, das der Versuch vermittelt, nicht aufgehellt.

Ein Blick in den Nahverkehrsplan der Stadtwerke zeigt laut SPD, dass aus allen Außenstadtteile Buslinien bis nah an die Innenstadt fahren. Sie halten entweder am Bült oder am Picassomuseum. Durch den Verkehrsversuch würden die Bewohner von Gremmendorf, Angelmodde und dem südlichen Bereich von Wolbeck stark benachteiligt.

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