1. www.wn.de
  2. >
  3. Muenster
  4. >
  5. Angelmodde
  6. >
  7. „Suchen Lösungen für Weihnachten“

  8. >

In Corona-Zeiten müssen Kirchengemeinden in Bezug auf Gottesdienste sehr kreativ werden

„Suchen Lösungen für Weihnachten“

Münster-Südost

Die Advents- und Weihnachtszeit ist die Hoch-Zeit für die Kirchen. „Da kommen traditionell die meisten Besucher und Besucherinnen in unsere Gottesdienste“, bestätigt Jörg Hagemann. Prinzipiell freut sich der leitende Pfarrer der Gemeinde St. Nikolaus Münster über den Ansturm und heißt die Menschen willkommen. „Unter Corona-Bedingungen werden wir jedoch ein Problem damit haben“, wagt er einen ersten Ausblick auf die Festtage. „Aber wir sind dabei, Lösungen zu suchen.“

Iris Sauer-Waltermann

Pfarrer Hagemann vor dem Schrank mit den Krippenfiguren. Offen ist noch, wie die Weihnachtsgottesdienste aussehen könnten. Foto: isa

Insgesamt fahren der Geistliche und das Seelsorger-Team „auf Sicht“, was die Auswirkungen der Pandemie und die damit zusammenhängenden Einschränkungen auf das Gemeindeleben angeht. „Wir akzeptieren natürlich die Vorschriften und machen jeweils das, was möglich ist“, erklärt Hagemann.

Zunächst einmal sei man „sehr glücklich“ über die Regelungen des Teil-Lockdowns, die am Montag (2. November) zunächst für einen Monat in Kraft treten – und die Kirchen weitgehend verschonen. Während Hotels, Restaurants und Sportstätten – wie bereits im Frühjahr – erneut schließen müssen, bleiben Kirchen geöffnet. „Sprich, Gottesdienste können stattfinden“, erklärt Hagemann. „Wenn auch unter strengen Auflagen.“

Ab sofort sind Mund-Nasen-Schutzmasken während des gesamten Gottesdienstes zu tragen, Gesang ist nur noch sehr reduziert erlaubt und die Gläubigen müssen Abstand halten. Da nur begrenzt Platz zur Verfügung steht und um den Verwaltungsaufwand an den Kirchentüren zu reduzieren, wird für alle Gottesdienste um vorherige Anmeldung über die Homepage der Gemeinde oder unter   0 25 06/ 8 10 11 10 gebeten. Ordner für den Einlass würden noch händeringend gesucht, so Hagemann.

Ein großes Fragezeichen steht hinter den Messen zur Weihnachtszeit. „Erste Planungen laufen bereits seit dem Sommer“, so Hagemann. „Üblicherweise besuchen allein zu Heiligabend einige Tausend Menschen die Gottesdienste unserer Gemeinde.“ Dies sei zurzeit undenkbar. Nach den aktuellen Corona-Abstandsregeln fänden zum Beispiel in der St.-Nikolaus-Kirche lediglich rund 60 Personen Platz, statt wie sonst üblich bis zu 600. Zudem seien zwei der vier Pfarrkirchen der Gemeinde geschlossen, da sie unter Coronaschutz-Bedingungen nicht nutzbar sind.

Eine Überlegung sei, zu Weihnachten unter anderem Open-Air-Gottesdienste anzubieten. Außen an den Kirchen sollen mit Lichtern geschmückte Tannenbäume für die passende Umgebung sorgen. Außerdem arbeite man daran, die Gottesdienste demnächst live streamen zu können, so Hagemann.

Startseite