Kita-Kinder organisieren spontane Umweltschutzaktion

Wilder Müll in der Natur ist für Kids „blöd“ und „ungut“

Münster-Angelmodde

Eigentlich wollten sie im nahen Wäldchen hinter ihrer Kita nur erleben, wie der Frühling die Natur verändert. Doch als die Kita-Kinder von St. Bernhard dann sehen, wie viel Müll und Unrat dort im Grünen herumliegt, entschließen sie sich mit ihren beiden Erzieherinnen für ein spontanes Umwelt-Projekt, um die Natur zu schützen und die Menschen zu informieren. Die Ergebnisse stellten sie jetzt vor.

Peter Sauer

Die Kinder der Maxi-Gruppe des Familienzentrums Kita St. Bernhard sammelten mit den Erzieherinnen Andrea Röhl (Ul.) und Tina Feyka (r.) Müll ein und malten Hinweisschilder für die Passanten. Foto: Peter Sauer

„Die Leute sollen ihren Müll einfach mit nach Hause nehmen“, sagen Ella (sechs Jahre) und Juri (fünf). Die beiden Kinder gehören zu der Maxi-Gruppe des Familienzentrums Kita St. Bernhard.

Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen Andrea Röhl und Tina Feyka sammelten sie jetzt rund um das Biotop und das nahe Wäldchen Müll ein. „Eigentlich wollten wir den Kindern hier nur zeigen, wie der Frühling in der Natur aufblüht und sich das Biotop verändert“, erläutert Tina Feyka. „Als die Kinder aber den wilden Müll sahen, kam spontan die Idee zu der Müllsammelaktion.“

Mit der Greifzange dem Müll eine Abfuhr erteilen

Die Abfallwirtschaftsbetriebe stellten Greifzangen zur Verfügung und die „Maxi“-Kinder befreiten die Natur von Dingen, die da nicht hingehören. „Wir haben auch einen Lippenstift, eine Glasflasche, eine volle Windel, Hundebeutel, einen Fahrradkorb und einen Pavillon gefunden“, zählen Ella und Juri mit ernster Miene auf. „Das ist blöd und ungut“, formulieren sie klar ihre Meinung. Insgesamt drei volle Müllsäcke holten die „Maxi“-Kinder an einem Tag aus dem Wäldchen.

Kinder rügen die Naturbesucher mit eigenen Schildern

Jedes Kind malte im Anschluss ein persönliches Schild, um Spaziergänger mit Zeichnungen und Texten darauf hinzuweisen, dass sie den Müll nicht in die Natur oder auf die Wege schmeißen sollen. „Wir werden die Bilder an einer Leine entlang des Weges aufhängen“, sagte Erzieherin Tina Feyka.

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