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Generationenwechsel beim Treffpunkt Waldsiedlung

Zeitenwende im Integrationsverein

Münster-Angelmodde

Der Treffpunkt Waldsiedlung hat einen neuen Vorstand gewählt – der bleibt allerdings nur ein Jahr im Amt. Vordringlichste Aufgabe wird es sein, sicherzustellen, dass die Projekte und Aktivitäten des Vereins auch danach weitergehen können.

-mlü/pd-

Der neue und alte Vorstand des Treffpunkt Waldsiedlung sowie weitere Ehrenamtliche und Aktive. Foto: Treffpunkt Waldsiedlung

Seit dem Jahr 2000 ist der Integrationsverein „Treffpunkt Waldsiedlung“ in dem früheren sozialen Brennpunkt Osthuesheide aktiv. Sein Ziel ist, die Menschen aus verschiedenen Kulturen und Nationen sowie Familien, Senioren, Kinder und Jugendliche durch unterschiedliche Angebote und Aktionen in Kontakt zu bringen. Der Verein wirbt für gegenseitiges Verständnis, setzt sich für sozialen Frieden ein und versucht, Vorurteile abzubauen. Nun steht der Treffpunkt Waldsiedlung vor einer Zeitenwende.

Bei einer Mitgliederversammlung wurde ein neuer Vorstand gewählt – allerdings soll dieser nur ein Jahr im Amt bleiben. Der ehemalige Vorstand kandidierte aus Alters- und Gesundheitsgründen nicht mehr. Darunter auch die langjährige Vorsitzende Anna-Maria Ittermann. Knapp 14 Jahre lang hat sie die Geschicke des Vereins angeführt. „Ich war früher Lehrerin an der Eichendorffschule. Nach meinem Ruhestand wollte ich mich im sozialen Bereich engagieren. In der damaligen Osthuesheide kannte ich bereits viele Eltern und Kinder“, blickt Anna-Maria Ittermann zurück.

Wie geht es nach Jahresfrist weiter?

Zum neuen ersten Vorsitzenden wurde Jürgen Brakowsky gewählt. Siham Ouanaimi und Nanuor Bedross wurden zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und werden sich in ihren Funktionen gegenseitig unterstützen. Neue Kassiererin ist Renate König.

Eine wesentliche Aufgabe des neuen Vorstands wird es sein, verschiedene Optionen auszuloten, wie für die Projekte und Aktivitäten des Vereins auch nach Ablauf der Jahresfrist weitergehen können. Der bisherige Vorstand steht für diesen Prozess als Unterstützung zur Verfügung, heißt es in einer Pressemitteilung.

Eine Idee lautet: Wenn die Amtszeit des neu gewählten Vorstandes beendet ist, könnte an seiner Stelle ein „Quartiersentwickler“ installiert werden, der für den Bereich Angelmodde-Waldsiedlung zuständig ist.

Quartierentwicklung erhofft

„Für solch eine Perspektive sind selbstverständlich Gespräche mit allen Beteiligten, besonders mit den politischen Parteien in der BV und im Rat der Stadt Münster erforderlich“, schreibt der Verein. Anna-Maria Ittermann warnt: „Die Gefahr besteht, dass die Waldsiedlung durch die neuen Baugebiete vergessen wird.“

Seit Mai 2022 hat der Treffpunkt Waldsiedlung einen Kooperationsvertrag mit dem ASB Münsterland geschlossen. Wir haben berichtet. Die konkrete Hoffnung des Vereins lautet: Die Angebote des dann ehemaligen Vereins könnten durch den ASB professionalisiert werden und so den Menschen in der Waldsiedlung weiterhin zugutekommen.

Große Hoffnungen setzt der Verein auf einen ab 2027 geplanten Neubau des ABS am Clemens-August-Platz. Im Parterrebereich soll ein Bürgertreff für die Bewohner der Waldsiedlung etabliert werden. Diese Idee wurde bereits 2017 beim „Zukunftsspaziergang“ entwickelt.

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