1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Angelmodde
  6. >
  7. Zwölf Charakterstücke für Orgel

  8. >

Konzert mit Arne Tigges in St. Bernhard

Zwölf Charakterstücke für Orgel

Münster-Angelmodde

Von Josef Rheinberger stammt das Werk „Zwölf Charakterstücke für Orgel“. Arne Tigges brachte es in seinem Konzert in der St.-Bernhard-Kirche zu Gehör.

Von Andreas Hasenkamp

Arne Tigges machte mit einem spezifischen Spiel das Sphärische besser hörbar. Foto: anh

Das Orgelkonzert in Sankt Bernhard bot am Wochenende einiges Ungewöhnliches. „Zwölf Charakterstücke für Orgel“, vom berühmten Komponisten und Orgellehrer Josef Rheinberger 1888 komponiert, bringen das eine Ungewöhnliche mit und eröffnen Raum für das Nächste.

Genau festgelegt hat Rheinberger die Geschwindigkeiten – vom „Con moto“ bis zum „Allegro marcia“, offen gelassen aber die Register. So hatte der Kantor von Sankt Bernhard die Wahl. Für die „Klage“ in H-Moll und ihr Largo wählte Arne Tigges die Rohrschalmei, die weder häufig so prominent zum Einsatz kommt noch bei einer „Klage“ erwartet wird.

Tigges setzte weitere Akzente, indem er strich: Im Stück „Vision“ mit Adagio molto in Des-Dur ließ er einige Töne weg, was das Sphärische umso besser hörbar machte. Rheinberger zeigt auch in den Charakterstücken seine Eigenheiten, bietet dazu eine melodische Parallele zwischen den Beginn des „Praeludium“ und der „Klage“.

Inhaltlich ist das hier von Tigges geschlossen und am Stück gespielte Werk vielfältig: von der Romanze über die Klage bis zum beruhigenden Abend Frieden reicht es. Einschließlich eines Trauermarsches, der sich kraftvoll zeigt, vielseitig und nach vorne schreitend. Tigges erwähnt noch, dass ein Berger für das Werk eine pneumatische Orgel wünschte, während die Fleiter-Orgel in Sankt Bernhard mit Schleifladen arbeitet. Die zwei Dutzend Zuhörer spendeten kräftigen Applaus.

Startseite
ANZEIGE