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Apothekenkammer übernimmt Patenschaft für ein Bienenvolk

„50 000 überaus fleißige neue Mitarbeiterinnen“

Münster-Coerde

Der Grevener Imker Martin Lückemeier hat als „Bienenpate“ ein Projekt gestartet, mit dem er Unternehmen und Privatpersonen dazu einlädt, Lebensraum für die Bienen durch das Aufstellen von Bienenvölkern und das Anlegen von Blühwiesen zu schaffen. Erste Erfolge des Patenprojekts stellen sich ein.

Imker Martin Lückemeier (r.) betreut das Bienenvolk. Michael Schmitz (Apothekenkammer) wünscht sich viele Nachahmer der Aktion. Foto: Apothekenkammer

Gleich 50 000 überaus fleißige neue Mitarbeiterinnen sind seit diesem Sommer für die Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) tätig. Die Kammer hat laut einer Mitteilung im Rahmen ihrer nachhaltigen Bestrebungen im Rahmen des Ökoprofit-Projektes jetzt die Patenschaft für ein Bienenvolk in Coerde übernommen.

„Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Ein ‚Weiter so‘ ist nicht mehr möglich“, sagt Kammerpräsidentin Gabriele Regina Overwiening mit Blick auf den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, die eine Grundvoraussetzung für Gesundheit sei. So könnten Bienen als Stellvertreter für das uns umgebende Ökosystem bereits jetzt ohne Imker in der Natur nicht mehr überleben. „Der Klimawandel und der Rückgang der Artenvielfalt fordern uns Menschen auf zu handeln. Jeder noch so kleine Beitrag eines jeden Einzelnen und jeden Unternehmers oder jeder Einrichtung ist unerlässlich und wichtig“, sagt Overwiening.

Hilfe für Bienen, Natur und Umwelt

Der Grevener Imker Martin Lückemeier betreut die „Kammerbienen“, die im Osten Münsters auf dem Hof Große-Kleimann ihr Zuhause gefunden haben. Als „Bienenpate“ hat Lückemeier ein Projekt gestartet, mit dem er Unternehmen und Privatpersonen dazu einlädt, Lebensraum für die Bienen durch das Aufstellen von Bienenvölkern und das Anlegen von Blühwiesen zu schaffen. „Was für die Biene gut ist, hilft auch unserer Natur und Umwelt“, sagt Martin Lückemeier und ergänzt: „Mein Ziel in der Imkerei ist nicht in erster Linie der Honigertrag, sondern der Erhalt und die Erweiterung der Biodiversität vor Ort bei uns im Münsterland.“ Nachhaltig ist dabei auch die Unterkunft der Bienenvölker: Die Bienenhäuser werden von ihm selbst aus dem Holz der Weymouthskiefer aus dem Osnabrücker Land gefertigt.

Bei einem Ortstermin konnten Vertreter der AKWL bereits die Bienen bei ihrer unermüdlichen und wertvollen Arbeit auf dem Hof Große-Kleimann beobachten. Wie fleißig und erfolgreich die Kammerbienen in ihrem ersten Arbeitsjahr waren, wird sich spätestens Anfang Dezember zeigen, wenn sich das westfälisch-lippische Apothekerparlament zur nächsten Arbeitssitzung trifft. Dann ist nämlich eine Verkostung der Ernte aus dem Sommer 2021 geplant.

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