Amt für Grünflächen holt Stämme in nächsten Tagen ab

Baumfällaktion stört Anlieger

Münster-Coerde

Seit Wochen liegen gefällte Bäume an der Allensteiner Straße. Sie hätten längst abgeholt werden müssen, meint ein Anlieger. Dazu bestehe keine Eile, da die Verkehrssicherungspflicht gewährleistet sei, meint die Verwaltung.

An der Allensteiner Straße liegen seit Wochen einige Baumstämme im Gras. Der Abtransport sei bereits geplant, so die Verwaltung. Foto: isa

Adam Nieradko ärgert sich: Seit geraumer Zeit schon liegen mehrere Bäume bei ihm in der Nachbarschaft auf einem Grünstreifen und werden nicht abgeholt. Er habe sich bereits mehrfach an das Amt für Grünflächen gewandt, erklärt der Coerder. Ohne Erfolg.

Der aufmerksame Bürger wohnt an der Allensteiner Straße in direkter Nähe zum Edelbach. Eine wunderschöne Gegend, ideal zum Spazierengehen und zum Radfahrern. Wenn nicht die unschön zurückgelassenen Bäume wären, die „die Gegend wirklich verschandeln“, erklärt Nieradko. Und: „Müll zieht Müll an.“ In der letzten Zeit habe es immer wieder Mitbürger gegeben, die ihre Holzabfälle oder auch Grünschnitt neben den Bäumen entsorgt hätten.

Zusätzlicher Grünschnitt und Holzabfälle

Aber Nieradko führt nicht nur ästhetische Gründe für seine Kritik an. Seiner Meinung nach befinden sich auf der anderen Seite des Edelbachs einige Bäume, die vertrocknet seien. Damit würden sie instabil und könnten leicht umstürzen, so seine Befürchtung. Vor allem für spielende Kinder könnte dies gefährlich werden.

Bei der Verwaltung reagiert man gelassen auf die Vorwürfe. Die nicht mehr standsicheren Bäume seien vor etwa sechs Wochen gefällt worden, teilt Nico Heufert vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit auf Anfrage unserer Zeitung mit. Dies sei notwendig gewesen, um der Verkehrssicherungspflicht zu genügen. Was den Abtransport der Stämme angehe, sei keine Eile geboten. Dies würde jedoch in den nächsten Tagen geschehen – eine für Ende der Woche geplante Abholung musste laut der Stadt verschoben werden, da ein Lkw kurzfristig kaputt gegangen sei. Auch um die Standsicherheit der Stämme am gegenüberliegenden Bachufer werde man sich kümmern. „Wir haben ein Auge darauf“, so der Verwaltungsvertreter.