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Besuch beim Oberbürgermeister

Coerder Kinder richten Wünsche an Lewe 

Münster-Coerde

Beim Abschlussfest des Ferienprogramms der Initiative Chancen für Coerder Kinder konnte Oberbürgermeister Markus Lewe nicht alle Wünsche der teilnehmenden Kinder anhören. Nun hatte er sie in sein Büro eingeladen, und nahm sich viel Zeit für sie.

Coerder Kinder wurden von OB Lewe Foto: Matthias Ahlke

Oberbürgermeister Markus Lewe sitzt im Schneidersitz auf dem Boden in seinem großen Büro, umringt von zehn Coerder Kindern, die in den ihnen angebotenen Ledersofas und Sesseln bequem Platz genommen hatten.

Die Jungen und Mädchen waren von Lewe eingeladen worden, als er am 6. August das große „Coerder-Kinder-Kultur-Sommerfest“ besucht hatte und dort aus Zeitgründen nicht alle Wünsche und Kritiken anhören konnte.

Das Sommerfest ist stets Höhepunkt des Ferienprogramms der Initiative „ChaCK“ (Chancen für alle Coerder Kinder), das bereits seit einigen Jahre unter Leitung des ChaCK-Sprechers Jochen Schweitzer im Stadtteil stattfindet.

Kinder bestaunen die Gastgeschenke

Diesmal hatte Markus Lewe sich viel Zeit genommen, für Daniela, Emma, Finn, Hanna, Inken, Lina, Lotta, Mila, Robin und Salome. Sie bestaunten zunächst die vielen Gastgeschenke der Partnerstädte von Münster, die im OB-Büro im Regal stehen und ließen sie sich erläutern. Anschließend bekamen die Jungen und Mädchen Getränke serviert, wie das auch bei älteren Gästen üblich ist.

Dann begannen sie, ihre zahlreichen Wünsche und Kritikpunkte vorzutragen, die ihr Leben in Coerde betreffen, aber auch darüber hinaus gingen. Unter anderem schlugen die Kinder vor, die Spielplätze kreativer zu gestalten, etwa mit einem Trampolin und „mehr von dem, was man im Südviertel für Kinder gebaut hat“. Es sollten auch mehr Sport- und Spielgeräte für ältere Kinder aufgestellt, die Plätze sollten besser gepflegt und teilweise auch betreut werden. Dies bezog sich vor allem auf den Waldspielplatz, zu dem sich viele Kinder nicht allein zu gehen trauen.

Mangelhaftes Sportangebot für Mädchen

Auch die Beleuchtung von dunklen Ecken war ein Thema sowie mehr Freizeitangebote für ältere Kinder und Jugendliche, die sonst „in Cliquen manchmal Unruhe stiften und Angst machen“ würden. Ein besonderer Kritikpunkt war das mangelhafte Sportangebot für Mädchen. Diese wünschen sich Mädchenfußball auch in Coerde. Auch sonst fühlen sich Mädchen benachteiligt, hieß es. Schließlich ging es auch um schulische Angebote, die verbessert werden sollten. Das Schulbusangebot in die Stadt, etwa ins Kreuzviertel, sei nach dem Wegfall der Ringlinie sehr schlecht. Überfüllte Bussen seien eine Strapaze vor Schulbeginn.

Die Kinder zeigten sich zufrieden, dass sie ihre Wünsche vortragen durften und und hoffen nun, dass sie die vom Oberbürgermeister versprochenen Antworten bekommen. Fazit: Ein gelungenes Beispiel für politische Bildung für Kinder, das Schule machen könnte.

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