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Kunst soll Rieselfeldern zugutekommen

Die Liebe ist die größte . . .

Münster-Kinderhaus

Die Künstlerin Sandra Silbernagel lebt und arbeitet in den Rieselfeldern. Ihren Beitrag zu „Kunst am Rand“ am Turm der Kirche St. Josef möchte sie nach Abschluss des Events zugunsten der Arbeit der Biologischen Station Rieselfelder veräußern.

Katrin Jünemann

Die Künstlerin Sandra Silbernagel möchte ihre Arbeit „Glaube“, „Liebe“ „Hoffnung“, ihr Beitrag zu „Kunst am Rand“, zugunsten der Biologischen Station veräußern.

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen“, heißt es im 13. Kapitel des ersten Korintherbriefs.

Genauso verhält es sich mit den drei – in der Reihenfolge geänderten – Worten Glaube, Liebe, Hoffnung der Arbeit ohne Titel am Kirchturm von St. Josef Kinderhaus, die Sandra Silbernagel für die Open-Air-Ausstellung „Kunst am Rand“ konzipiert hat. Diese drei Worte, inklusive integrierter LED-Beleuchtung, möchte die Künstlerin nun, zum Ende der Ausstellung, zugunsten des Vereins Biologische Station Rieselfelder Münster veräußern.

Die „Liebe“ ist 2,50 Meter breit und mit 80 Zentimetern das höchste Wort des Trios aus dem Hohelied der Liebe am Kinderhauser Kirchturm. „Glaube“ (2,12 Meter Breite) und „Hoffnung“ (2,80 Meter Breite) erreichen eine Höhe von 53 Zentimetern. Am 27. September (Sonntag) endet „Kunst am Rand“, in der folgenden Woche werden alle Arbeiten abgebaut. Der Hubsteiger ist bereits bestellt.

Sandra Silbernagel lebt und arbeitet in den Rieselfeldern, auf dem Rieselfeldhof an der Coermühle hat sie ihr lichtdurchflutetes Atelier. „Die Rieselfelder sind in der Corona-Zeit so stark besucht. Es ist wichtig für die Menschen, dort aufzutanken und mit ihren Kindern Zeit zu verbringen.“ Ihr sei es als Rieselfeld-Künstlerin ein Anliegen, die Arbeit des Vereins Biologische Station zu unterstützen, sagt sie – gerade auch in den schwierigen Corona-Zeiten.

Ihre Lichtinstallation – jeden Abend ab 21 Uhr illuminiert – auf dem Kirchturms von St. Josef ist eine Reaktion auf „ja ich bin da“ auf dem Turm der Kreuzkirche. Das sind die vier Worte, mit denen sich Gott Moses im brennenden Dornbusch zu erkennen gibt. Pfarrer Thomas Frings hatte sie seinerzeit in der Amsterdamer Dominikus-Kirche entdeckt und mit nach Heilig Kreuz gebracht. Die Worte Glaube, Hoffnung, Liebe waren aus der Gemeinde St. Marien und St. Josef gekommen. Silbernagel hat sie noch mit dem nur abends zu sehenden Gruß „Gute Nacht Freunde“ versehen: Die Nachtbotschaft sei aus der Spiegelfolie ausgeplottet, erklärt sie.

Nähere Infos bei Sandra Silbernagel unter Tel.: 015 12 / 357 57 06.

In den Rieselfeldern ist die Künstlerin zu Hause. Sie schätzt diese Landschaft und deren eindrucksvolle Stimmungen. Foto: Katrin Jünemann
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