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Coerde: Protest gegen geplante Änderung der Buslinienführung

Haltestelle am Bült soll bleiben

Münster-Coerde

Es sieht danach aus, als sollten den Stadtwerken schon bald Hunderte von Unterschriften gegen die geplante neue Streckenführung der Buslinien 6 und 8 zugeleitet werden: In Coerde wurden dazu zwei Aktionen gestartet.

Werden die Busse der Stadtbuslinie 6 auch weiterhin an der Haltestelle Altstadt/Bült Station machen? Etliche Bürger aus dem münsterischen Stadtteil Coerde setzen sich dafür ein.                                                                                                                                Foto: Foto: Stadtwerke Münster

In Münsters Norden regt sich bürgerschaftlicher Widerstand: Die von den münsterischen Stadtwerken für die Buslinien 6 und 8 geplante Änderung der Streckenführung – wir berichteten darüber – kommt bei vielen in Coerde offenbar überhaupt nicht gut an. Anfang Januar soll es im Stadtteil eine Unterschriftenaktion geben. Darüber hinaus wurde im Internet bereits eine Online-Petition gestartet. Erklärtes Anliegen beider Aktionen: Die Buslinien 6 und 8 aus und nach Coerde sollen auch in Zukunft an der innerstädtischen Haltestelle Altstadt/Bült Station machen.

Zusammen mit einer kleinen Gruppe aus der Nachbarschaft will Brigitte Schmetz in wenigen Tagen aktiv werden und in Coerde, insbesondere vor Geschäften und an der Bushaltestelle, Unterschriften sammeln, damit die Busse auch künftig die Haltestelle in der City anfahren statt über die Gartenstraße direkt zum Bahnhof. Komme es dazu, dann sei dies mit ganz erheblichen Nachteilen für den Stadtteil Coerde verbunden.

Längere Wege in der Innenstadt

„Die Fahrtzeit zum Bahnhof verkürzt sich zwar um wenige Minuten, aber man muss länger in die Innenstadt laufen“, sagt die Coerderanerin. Beispielsweise zum Markt, zur Stadtbücherei und zum Theater. Auch zum LWL-Museum, zu Arztpraxen, zu den Kaufhäusern und anderen Einrichtungen mehr. Müsse man aufgrund der geänderten Streckenführung notgedrungen umsteigen, dann verliere man wertvolle Zeit.

Zumutung für ältere Menschen, Mitbürger mit Behinderung, Rollator- und Rollstuhlnutzer

Für ältere Menschen, Mitbürger mit Behinderung, Rollator- und Rollstuhlnutzer oder Mütter mit Kinderwagen seien längere Gehwege in die Innenstadt sowie das Umsteigen an der Eisenbahnstraße oder am Bahnhof eine Zumutung, da mit einem Gehweg von zirka 200 Metern auf die andere Straßenseite gewechselt werden müsse, gibt Brigitte Schmetz zu bedenken. Ihrer Ansicht nach reiche es aus, dass der Schnellbus von der Königsberger Straße, der im 30-Minutentakt verkehrt, in zehn Minuten zum Bahnhof düse: „Das ist als schnelles Angebot ausreichend!“ Coerde brauche nicht noch einen schnellen Bus zum Hauptbahnhof, sondern auch weiterhin die Haltestelle Altstadt/Bült.

Thema ist vielen noch nicht bekannt

Dass schnellstmöglich Unterschriften zusammengetragen und vor Ort Informationen zur geplanten Änderung der Buslinienführung gegeben werden, hält Brigitte Schmetz für sehr wichtig. Es gebe viele in Coerde, denen das Thema noch gar nicht bekannt sei. das müsse sich ändern. Sie habe die Hoffnung, dass sich über eine Unterschriftenaktion noch etwas bewegen lasse. „Wir hoffen, dass die Pläne der Stadtwerke nicht in Stein gemeißelt sind.“

318 Bürger haben Petition unterschrieben

Wichtig ist es der Coerderanerin zudem, auf die bereits im Internet zu findende Online-Petition (https://chng.it/M4zvTk2cFP) hinzuweisen, die auch sie schon unterzeichnet hat. Sie wurde von einem anderen Aktiven, Erik Morawietz, gestartet. Unter der Überschrift „Buslinien aus Coerde sollen auch in Zukunft an der Haltestelle Altstadt/Bült halten“ werden dort Unterschriften gesammelt. Am Mittwochmorgen waren es schon 318 Bürgerinnen und Bürger, die unterzeichnet hatten.

Auch über die Petition wird deutlich darauf hingewiesen, dass die Haltestelle Altstadt/Bült für alle, die täglich per Bus in die Innenstadt müssen, sehr wichtig sei. Falle sie weg, dann müssten über den Hauptbahnhof lange Umwege in Kauf genommen werden. „Die Haltestelle darf auf keinen Fall aufgegeben werden! Hierdurch würden die Stadtränder abgehängt werden. Münster muss eine Stadt für alle bleiben, auch für die, die nicht in der Innenstadt wohnen“, heißt es im Netz.

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