Coronavirus

Impfmobile, Kontrolle und Sozialarbeit gegen hohe Inzidenzzahlen

Münster-Nord

Zwei CDU-Ratsfrauen fordern gerade für die Brennpunkte in Münster-Nord spezielle Maßnahmen. Da dort die Inzidenzwerte besonders hoch sind, sollen Impfmobile, bessere Kontrollen sowie mehr Aufklärungsarbeit durch Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen für eine Verbesserung der Situation sorgen.

wn

Impfen vor Ort ist eine der geforderten Maßnahmen. Foto: imago

Die beiden CDU-Ratsfrauen Jolanta Vogelberg (Coerde) und Babette Lichtenstein van Lengerich (Kinderhaus) setzen sich für kombinierte Maßnahmen gegen die hohen Inzidenzwerte in ihren Wahlkreisen ein. Die Zahlen überraschten nicht, erklären sie. Sie seien aber nicht hinnehmbar – weder für den Norden noch in ihren Auswirkungen auf ganz Münster. Deshalb fordern die Politikerinnen zum Schutz der Bevölkerung vor Covid-Infektionen einen Dreiklang von Maßnahmen:

Zunächst sollten an den Brennpunkten im Bezirk Nord vorübergehend verstärkt der Kommunale Ordnungsdienst und die Polizei Präsenz zeigen, um die Einhaltung der AHA-Regeln zu überwachen. „Wir haben mehrfach beim Leiter des Krisenstabes und beim Ordnungsamt darum gebeten – leider bislang mit der Auskunft, das sei aus Kapazitätsgründen nicht machbar“, heißt es in einer Pressemitteilung. Alternativ könne ein privater Sicherheitsdienst hier Präsenz zeigen, schlagen die Ratsfrauen vor. Vor allem nachmittags und in den Abendstunden wäre das hilfreich. Sie hätten beobachtet und bekämen Hinweise aus der Bevölkerung, dass in einigen Quartieren die Einhaltung der unerlässlichen Regeln nicht verstanden würden“, heißt es. Oft stelle sich heraus, dass den Menschen die Situation nicht bewusst sei. Die Präsenz eines kompetenten Sicherheitsdienstes habe sich in anderen Städten bewährt.

Ratsfrauen halten Impfmobile für wichtig

Zweitens halten die Politikerinnen Impfmobile vor Ort für wichtig: „Wir brauchen die Impfung in diesen Quartieren vor Ort ohne Bürokratie, elektronische Terminvergabe und andere Hemmschwellen.“ Impfmobile ermöglichten es, die Menschen schneller zu erreichen – gerade auch bei Sprachbarrieren. Um die Kinder zu schützen, sei die Impfung der Eltern von besonderer Wichtigkeit. In der dritten Welle zeigten die Statistiken vermehrt Infektionen bei Kindern und Jugendlichen auf. Gerade im Stadtbezirk Nord sei Präsenzunterricht sehr wichtig. Die Schulen müssten daher offenbleiben und das gehe nur, wenn die Infektionszahlen im Rahmen bleiben.

Als Drittes legen die Ratsfrauen großen Wert auf den Einsatz von Sozialarbeitern, die dabei helfen, dass mehr aufgeklärt werden kann und in der Folge die Impfung besser akzeptiert wird. Sozialarbeiter würden von Vorbehalten gegenüber der Impfung berichten, wofür oft Sprachbarrieren oder mangelnde Information die Ursache seien.

Startseite