Zugesagte Freizeitanlagen auf der Mülldeponie scheinen plötzlich vom Tisch zu sein

„Versprechen werden gebrochen“

Münster-Coerde

Vor vier Jahren trafen sich Mitglieder der BV Nord auf dem Deponiehügel in Coerde. Dort sollte Aushub angelagert werden, der beim Ausbaggern des Dortmund-Ems-Kanals anfiel. Für Coerde sollte im Gegenzug die spätere Gestaltung des Deponiehügels als Freizeitanlage herausspringen. Dies scheint jedoch plötzlich mehr als fraglich zu sein.

Von Iris Sauer-Waltermannund

Die Mitglieder der BV Nord ließen sich 2017 von einem Mitarbeiter des Wasserstraßen-Neubauamts zeigen, wie hoch der Erdhügel durch das Anfahren des Bodenaushubs werden würde. Foto: Reimer StoldtDie Mitglieder der BV Nord ließen sich 2017 von einem Mitarbeiter des Wasserstraßen-Neubauamts zeigen, wie hoch der Erdhügel durch das Anfahren des Bodenaushubs werden würde. Foto: Reimer Stoldt Foto: Foto: Reimer Stoldt

„Das geht gar nicht – hier werden Versprechen gebrochen!“ Die Äußerung des Grünen-Fraktionsvorsitzenden Ralf Kiewit macht deutlich, wie sehr die Stimmung bei der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Nord kippte, als das Gremium die Tragweite des Tagesordnungspunkts 4.3 erkannte. Hintergrund des Unmuts: Die Coerder Deponie soll den Bürgern künftig nicht etwa zum Joggen, Spielen oder zu anderen Freizeitzwecken dienen, wovon man fest ausgegangen war.

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