BV kritisiert stockenden Baufortschritt

Verwaltung muss Kritik einstecken

Münster-Nord

Die Bezirksvertretung Münster-Nord ließ sich bei ihrer Sitzung am Dienstag über die Bauprojekte in Kinderhaus, Coerde und Sprakel informieren. Kritik gab es besonders zum Kinderhauser Baugebiet Moldrickx.

Das Baugebiet Moldrickx ist eines von vielen in Münster-Nord. Foto: isa

Wie geht es weiter mit den Bauprojekten im Bezirk? Diese Frage ließen sich die Mitglieder der Bezirksvertretung Nord persönlich erläutern. Andreas Kurz vom Stadtplanungsamt gab einen Überblick über die aktuellen Projekte.

Diskussionen gab es zum Baugebiet Moldrickx i

Diskussionen gab es zum Baugebiet Moldrickx im Herzen von Kinderhaus. Erste Wohnungen dort könnten 2025 bezugsfertig sein, so Kurz. „Viel zu spät“, kritisierte der Fraktionsvorsitzende der SPD, Thomas Borker. Viele Menschen würden gerne bald einziehen. In der Tat sei das wasserrechtliche Genehmigungsverfahren „kein Musterbeispiel für eine zügige Projektentwicklung“, räumte Kurz ein. Dennoch sei das Verfahren ungewöhnlich kompliziert und zeitaufwendig gewesen. „Warum können Wohnungen in einem kleinen Bereich der Fläche, die in privater Hand ist, schon Ende 2022 bezogen werden?“, fragte Borker nach. Auch für diesen Bereich würde doch die wasserrechtliche Problematik gelten. Hintergrund sei, dass für kleine Baugebiete eine provisorische Erschließung ausreichend sei, erläuterte Kurz. Bei dem öffentlichen Grundstücksanteil mit 195 Wohneinheiten seit dies nicht möglich.

170 Wohnungen im Baugebiet Kiesekampweg in Coerde würden voraussichtlich 2024 fertiggestellt. Mit dem Satzungsbeschluss für 140 Wohneinheiten in Sprakel Ost rechnet Kurz Anfang 2022. Die fünf Gebäude am Kinderhauser Ermlandweg könnten ab September dieses Jahres in die Bauphase eintreten.

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