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Begegnungszentrum Meerwiese startet nach Corona wieder durch

„Die Blinden“ machen den Anfang

Münster-Coerde

Etwa ein Jahr lang war es Corona bedingt ziemlich still im Begegnungszentrum An der Meerwiese. Jetzt geht es wieder rund. Im Theaterbereich steht am Freitag (18. Juni) die erste Premiere auf dem Programm: Bei dem Stück „Die Blinden“ sitzen die Zuschauer in der Mitte, die Schauspieler umkreisen sie.

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Peter Hägele und Martina Bruns im Bühnenbild zu dem Stück „Die Blinden“. Die Premiere findet am Freitag (18. Juni) statt. Foto: isa

Seit dem 1. April 2020 ist Peter Hägele Leiter des Begegnungszentrums Meerwiese. Sein Start fiel genau mit dem Corona-Lockdown zusammen. „Meine Hauptaufgaben bestanden die meiste Zeit darin, Veranstaltungsausfälle zu kommunizieren, Mindereinnahmen zu klären, tapfer immer neue Programme aufzustellen und diese dann gleich wieder abzusagen“, erinnert sich Hägele.

Nach langer Durststrecke blickt er nun optimistisch in die Zukunft. Die Pandemie-bedingten Beschränkungen gehen zurück, und „die Meerwiese“ startet mit viel Schwung neu durch.

Dies gilt für alle Bereiche des Begegnungszentrums, sprich für den Kursbetrieb, die Angebote der Westfälischen Schule für Musik und für das „Theater in der Meerwiese“. „Was das Theater angeht, haben wir jede Menge auf Halde produziert“, erklärt Martina Bruns, die für die Öffentlichkeit zuständig ist. „Wir freuen uns unheimlich, dass wir die Halde abbauen und nun wieder spielen können. Den Auftakt macht am Freitag (18. Juni) um 20 Uhr die Premiere des Theaterstücks „Die Blinden“ nach Maurice Maeterlinck (siehe Infokasten). Zwei weitere Theaterproduktionen folgen noch vor den Sommerferien. In den Ferien gibt es zudem drei Vorstellungen des Kindertheaters (Infos folgen).

Mehrere Produktionen liegen „auf Halde“

Was waren die größten Schwierigkeiten im Lockdown, und wie ist es gelungen, die Corona-Zeit zu überstehen? „Am wichtigsten war es, bei Publikum und Künstlern nicht in Vergessenheit zu geraten“, blickt Peter Hägele zurück. „Als Problem stellte sich heraus, dass wir am Anfang digital schlecht ausgestattet waren“, erläutert er. Ein wichtiger Baustein sei gewesen, Fördermittel zu ergattern und damit die technische Ausstattung zu verbessern.

Unter anderem wurde im 440 Quadratmeter großen Saal ein Traversensystem für Akustik und Beleuchtung installiert. „So konnten wir dort einzelne Veranstaltungen platzieren, als zwischendurch die Beschränkungen gelockert wurden“, so Hägele. Mit diesen Räumlichkeiten habe man auch Chören und Orchestern unter die Arme greifen können, die händeringend nach Probe Räumen suchten.

„Außerdem haben wir den Kontakt zu Künstlern stets gepflegt, und sie immer wieder ermuntert, bei der Stange zu bleiben“, fügt Martina Bruns hinzu. Für das Publikum bot das Begegnungszentrum in der Zwischenzeit einige digitale Veranstaltungen an, die durch Zoom-Kommunikation eingerahmt waren. Dies sei gut angenommen worden, habe die direkte Begegnung aber nicht ersetzen können.

Entsprechend gespannt ist man auf die ersten „echten präsenten Theatervorstellungen“. „Wir sind nach wie vor vorsichtig und können den Bestimmungen entsprechend vorerst nur ein begrenztes Publikum einlassen“, erläutert Hägele. Demnach können 57 statt 99 Personen die Theatervorstellungen besuchen, ein negativer Corona Test ist Bedingung, das Tragen einer Maske Pflicht.

Termine und Karten

Im Theater, An der Meerwiese 25, geht es wieder rund. Nach der Premiere von „Die Blinden“ des „Theater X“ am Freitag (18. Juni, 20 Uhr) folgen Termine am 19. Juni (20 Uhr), 20. Juni (18 Uhr) sowie am 2. und 3. Juli (20 Uhr) und 4. Juli. (18 Uhr). Das „Junge Theater Münster“ spielt „Das Gesetz der Schwerkraft“ von Olivier Sylvestre am 26.6. (11 Uhr) und 27.6. (15.30 Uhr). „Noch ein Duo“ präsentiert Tschechow am 26. 6. (20 Uhr) und am 27,6, (11 Uhr). Karten unter www.localticketing.de oder unter www.lctk.de/Meerwiese.

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