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Jutta Lüdenbach geht in den Ruhestand

Abschied nach fast 19 Jahren

Münster-Gievenbeck

Großer Bahnhof für Jutta Lüdenbach, die Gästeliste war lang: Vertreter verschiedener Kooperationspartner wie dem La Vie oder der Caritas, Verantwortliche der „Evangelischen Jugendhilfe“ als Träger der Einrichtung oder Ehemalige – sie alle wollten sich von der Leiterin der „Kita Lichtblick“ verabschieden, die am Freitagmorgen ihren letzten Tag hatte und sich in den verdienten Ruhestand verabschiedete.

Kay Böckling

Der „Lichtlein-Chors“ verabschiedete Jutta Lüdenbach mit einer kleinen musikalischen Darbietung. Foto: Kay Böckling

„Mit 66 Jahren fängt doch bekanntlich das Leben an“, machte die sympathische Erzieherin am Rande der Verabschiedung keinen Hehl aus ihrem Alter. Seit Inbetriebnahme der Einrichtung zeichnete sie für die Leitung der Kita verantwortlich: „Im Mai 2001 haben wir eröffnet.“ Wie viele Kinder die Kita in dieser Zeit besucht haben, kann sie nicht abschätzen: „Reichlich!“

Bevor sie nach Gievenbeck kam, hatte sie die Leitung einer Kita in Everswinkel inne. Warum dann Gievenbeck? „Das hat mich einfach gereizt, noch einmal was anderes zu machen. Ich sage es mal ganz ehrlich: Dieser Stadtteil hat mich gereizt.“ Es mache Spaß, mit so vielen verschiedenen Menschen aus verschiedenen Kulturen zu arbeiten. „Das war auch immer mein Schwerpunkt“, sagt die Wolbeckerin. Den Wechsel in den Westen Münsters habe sie zu keinem Zeitpunkt bereut.

Von den Anfangsjahren bis heute hat sich die Kita am Ahausweg enorm entwickelt. So begann man zunächst mit zwei Gruppen. Bereits nach einem Jahr wurde auf vier Gruppen aufgestockt. „Gewachsen sind wir auch im pädagogischen Sinne“, sagt Jutta Lüdenbach. „Wir haben sehr viel Wert auf die Zusammenarbeit mit den Eltern – auch und besonders aus anderen Ländern – gelegt. Wir haben uns zu einem Familienzentrum entwickelt, Kurse für Eltern angeboten oder verschiedene Gütesiegel bekommen.“ Die Nachfolge von Jutta Lüdenbach tritt ihre langjährige Kollegin Carolin Schniggendiller an.

Von einem „großen und gleichzeitig traurigen Tag“ sprach Beate Schürmann in ihrer Funktion als pädagogische Leitung der Kitas der „Evangelischen Jugendhilfe“ im Münsterland. Sie gab zu bedenken: „Jutta und Ruhestand – das passt eigentlich gar nicht zusammen.“ Schürmann bezeichnete die scheidende Leiterin als „hochkreative Kollegin“.

Nach der kurzen musikalischen Verabschiedung durch den „Lichtlein-Chor“ bedankten sich einige Eltern-Vertreter aus dem Elternrat: „Liebe Jutta, nicht nur die Kinder hast Du begleitet, auch die Eltern.“ Für die Leitung einer Kita müsse man „ein Multitalent sein“.

Natürlich ließ es sich anlässlich einer solchen Verabschiedung auch der Chef nicht nehmen, seiner langjährigen Mitarbeiterin zu danken. Das tat Gerd Dworok in seiner Funktion als Geschäftsführer der „Evangelischen Jugendhilfe“. Auch das Team der Lichtblick-Erzieherinnen dankte Lüdenbach mit einer kleinen musikalischen Interpretation eines Pop-Songs.

Das letzte Wort an diesem Vormittag hatte natürlich Jutta Lüdenbach selbst: „Irgendwie sind wir ja alle eine große Familie und irgendwie haben wir das hier ja auch alle zusammen gemeistert. Ihr habt mir viel geholfen, ich habe viel Unterstützung erhalten. Dafür ein ganz dickes Dankeschön.“

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