Kritik an der Stadtverwaltung

Bürger ärgern sich über Mäharbeiten

Münster-Gievenbeck

Die Stadt wächst, die Stadtteile wachsen mit und gefühlt verschwindet immer mehr Grün, gerade auch vor der eigenen Haustür. Dabei ist jeder Blühstreifen ein Paradies für Insekten und Bienen. Und die brauchen wir nicht nur für ein gesundes Klima. Umso mehr sind einige Gievenbecker verärgert, dass im Stadtteil die Grünflächen der Stadt immer häufiger und immer intensiver, fast bis runter auf den reinen Erdboden, gemäht werden.

Von Peter Sauerund

Anwohnerin Yolanda Bertolaso hat als Zeichen des Protests gegen einen zu radikalen Grünschnitt ihre Schilder aufgestellt. Foto: Bertolaso/privat

Grünstreifen sind mit ihren Blumen Lebensraum und Nahrungsquelle für Insekten. Aus Gründen der Verkehrssicherheit und der Pflege mähen Firmen im Auftrag die städtischen Grünflächen. Yolanda Bertolaso kann jedoch nicht nachvollziehen, warum in Gievenbeck in Zeiten wachsenden Insektensterbens so intensiv gemäht wird: „Ungefähr alle drei Wochen werden an der Mosaikschule und am Stein-Gymnasium sowie am Straßenbegleitgrün der Dieckmannstraße alle städtischen Grünflächen bis auf den braunen Boden förmlich abgesäbelt.“

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