Fazit der Fachwerk-Ferienbetreuung

Drei Tage Hitzefrei in der Arena

Münster-Gievenbeck

Ein durchweg positives Fazit der Ferienbetreuung zogen die Verantwortlichen des Fachwerks. Insbesondere die Arena war gut besucht.

Siegmund Natschke

Alfons Egbert (r.), Leiter des Fachwerks, und seine Kollegen Roland Kober und Lisa Schrichten zogen eine Bilanz des diesjährigen Sommerferienangebotes. Foto: sn

Und noch ein Hitzesommer: Für die Mitarbeiter des Fachwerks am Arnheimweg ist es inzwischen keine Überraschung mehr, wenn in den Sommerferien die Temperaturen außergewöhnlich steigen. „Früher gab es noch Regen“, meint Fachwerk-Leiter Alfons Egbert. Nun werde es immer heißer. So auch in diesem Jahr. Angesichts von Werten nahe an 40 Grad mussten die Mitarbeiter reagieren.

Das betraf vor allem die Angebote in der „Kinderarena“ am Grünen Finger. Seit 2006 veranstaltet dort das Fachwerk unter freiem Himmel ein buntes Ferienprogramm. „Das gefällt uns, und das gefällt den Kindern“, sagt Alfons Egbert.

Auch in diesem Jahr waren an jedem Tag durchschnittlich 30 Jungen und Mädchen in der Arena. Dann kam die dritte Woche und mit ihr Sahara-Luft. Nach den Erfahrungen des Rekordsommers 2018 habe man gesagt, dass bei Temperaturen über 30 Grad keine Angebote in der Kinder-Arena mehr stattfänden: „Das kann man den Mitarbeitern und Kindern nicht zumuten.“

Es gab eine relativ einfache Lösung. Es ging in den Kegelbahnkeller des Fachwerks. Dort hätten angenehme Temperaturen von 22 Grad geherrscht, so Alfons Egbert. Alle Programmpunkte konnten dann dort stattfinden, sagt Lisa Schrichten vom Fachwerk.

Drei Tage lang war das Ausweichen in die kühlen Räumlichkeiten notwendig. Zwölf Kinder hätten das Angebot genutzt, so Schrichten. Auch in Zukunft solle so verfahren werden, wenn die Temperaturen 30 Grad und mehr erreichen würden, kündigt Egbert an.

Die Hitze tat der Beteiligung an den Ferienangeboten keinen Abbruch. Auch bei der Ganztagsferienbetreuung habe es jeden Tag 20 Kinder gegeben, sagt Schrichten. Auswirkungen hatte das Wetter aber auf das Programm für die Jugendlichen. So sei der geplante Besuch in einem Kletterpark abgesagt worden, da dieser aufgrund der Hitze geschlossen hatte, erklärt Roland Kober, Mitarbeiter im Jugendbereich des Fachwerks. Andere Besuche konnten dagegen stattfinden, etwa in den Moviepark, ins Phantasialand oder zur Spielemesse „Gamescom“. Stand mal kein auswärtiger Termin an, wurde der Pool in den Garten gestellt. Es gab kühle Säfte und fetzige Musik.

Doch nicht nur Party war angesagt. Die Mitarbeiter hätten auch Beratungsgespräche durchgeführt, etwa bei Zeugnissorgen oder wenn ein Schulwechsel anstand, so Kober. Jeden Tag hätten etwa 20 Jugendliche die Ferienangebote des Fachwerks genutzt, erklärt der Mitarbeiter.

Jetzt werden die Erfahrungen des Sommers ausgewertet. Eines verrät Alfons Egbert jetzt schon: „Es geht weiter!“ Kober meint: „Wenn ein Konzept läuft, dann kann man es auch genießen.“ Zukünftig wird es jedoch weitere Herausforderungen geben, die nicht nur mit dem Klima zu tun haben. Angesichts der Bebauung auf dem ehemaligen Oxford-Gelände und dem damit einhergehenden Bevölkerungswachstum ist auch das Fachwerk gefragt. „Wir sind am Ball“, so Egbert.

Man müsse sehen, wie die Zusammensetzung dieses Wohngebiet aussehen werde. Kommen neue Kinder und Jugendliche ins Quartier? Das Fachwerk reagiert mit einer kontinuierlichen Anpassung des Angebotes. Auf kurze Sicht steht aber erst einmal ein anderer Termin an, nämlich die Herbstferien. Für die muss nun ein spannendes Programm ausgearbeitet werden. „Nach den Ferien ist schließlich vor den Ferien“, meint Lisa Schrichten.

Die Anmeldungen für die Ganztagsferienbetreuungen im Herbst 2019 und für die Ferien im Jahr 2020 laufen bereits. Infos unter: www.stadt-muenster.de/fachwerk.

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