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Stadtbezirks-SPD macht sich Sorgen ums Oxford-Quartier

Fragenkatalog an die Verwaltung soll Widersprüche aufklären

Münster-Gievenbeck

Die Sozialdemokraten in Münsters West sind besorgt: Die Aufgabe der Bauprojekts der Lukasgemeinde sowie des Grundschulneubaus im Oxford-Quartier gibt ihnen zu denken.

Mit Verständnis sowie mit großem Bedauern wird die Entscheidung des Kirchenvorstands der Lukasgemeinde, den Bau des Gemeindezentrums im Oxford-Quartier fallen zu lassen, von der Stadtbezirks-SPD zur Kenntnis genommen. „Von Anfang an haben wir als Ortsverein das Vorhaben der evangelischen Lukasgemeinde begrüßt, das Gemeindezentrum von der Peripherie Gievenbecks in das Zentrum des in den letzten Jahrzehnten gewachsenen Stadtteils zu verlagern“, so Christine Kornblum, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins West, in einer Pressemitteilung.

Jürgen Siekmann, selbst Mitglied der Lukasgemeinde, ist sich bewusst, dass es dem Kirchenvorstand sehr schwer gefallen ist, das Vorhaben angesichts steigender Baupreise aufzugeben. Die Aufgabe des Kirchbauprojekts sei erfolgt, nachdem bekannt wurde, dass auch der vorgesehene Schulneubau im Oxford-Quartier nicht stattfinden solle.

Bedarfsgerechte Grundschulentwicklung von zentraler Bedeutung

Für Doris Feldmann, Ratsfrau in Gievenbeck und schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, ist die schulpolitische Kehrtwende ein Dilemma: „Eine bedarfsgerechte Grundschulentwicklung ist im stark wachsenden Stadtteil Gievenbeck von zentraler Bedeutung. Die Aussage der Verwaltung, dass der Bedarf mit der Vierzügigkeit der Mosaik-Schule verlässlich gedeckt werden kann, kam sehr überraschend.“ Mit einem Fragenkatalog habe sich die SPD- Ratsfraktion an die Verwaltung gewandt, um Widersprüche aufzuklären. „Für eine fundierte politische Entscheidung ist eine belastbare Darstellung durch die Verwaltung unerlässlich. Man macht uns die Entscheidung nicht leicht.“

Erheblicher Verlust an Vitalität

Die Aufgabe der beiden Projekte bedeute für das neue Quartier einen erheblichen Verlust an Vitalität, so die Auffassung des SPD-Ortsvereins. Es komme jetzt darauf an, bei der weiteren Planung des Quartiers den Aspekt „Gemeinschaftliche Einrichtungen“ verstärkt zu beachten. Bezirksvertreter Stephan Brinktrine, Vize-Vorsitzender der Konvoy GmbH, die für die Entwicklung des Quartiers zuständig ist, werde ein besonderes Augenmerk darauf richten.

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