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Maßnahmen am Forum Gievenbeck

Für mehr Aufenthalts-Qualität

Münster-Gievenbeck

Auch wenn es noch nicht der ganz große Wurf ist – ein Anfang ist getan:

Kay Böckling

Beate Kretzschmar (r.) und Doris Feldmann freuen sich über die Maßnahmen am Platz des Gievenbecker Forums. Ein wenig mehr hätte es nach dem Geschmack der beiden aber durchaus sein können. Foto: Kay Böckling

Über vier Jahre ist es her, als sich die SPD in der Bezirksvertretung (BV) Münster-West für eine attraktivere Gestaltung des freien Platzes am Gievenbecker Forum zwischen Fritz-Krüger-Seniorenzentrum und Marktkauf starkgemacht hat. Zudem wünschten sich die Sozialdemokraten mehr Barrierefreiheit. Ein Teil der Forderungen ist nun umgesetzt.

Der Investor der Flächen, nach Informationen der SPD handelt es sich um die „Pronovi Asset Management GmbH“ mit Sitz in München, ließ offensichtlich Hand anlegen. Er sorgte zum einen dafür, dass das ohnehin nie in Betrieb genommene Wasserspiel – mehr eine störende Stolperfalle denn eine optische Aufwertung – verschwand. Zudem wurden drei neue Beete auf dem Platz installiert, die mit Bäumen und Pflanzen versehen wurden.

„Schön ist ja, dass bereits vor einiger Zeit ein Ansatz von Barrierefreiheit hergestellt wurde“, sagt Beate Kretzschmar, Fraktionsvorsitzende der SPD in der BV West und zeigt auf die Geländer in Höhe des Marktkaufs in Richtung Dieckmannstraße. Zum Teil seien auch einige Mulden überpflastert worden. Allerdings seien die Maßnahmen eher „halbherzig“. Denn auch weiterhin durchzögen Rillen und Abflüsse den freien Platz und stellten gerade für Menschen mit Rollatoren ein Hindernis dar.

Zu den Pflanzbeeten meint SPD-Ratsfrau Doris Feldmann: „Ich kann mir das schon gut vorstellen, dass die Aufenthaltsqualität durch die Neubepflanzung mit den Bäumen gesteigert wird.“ Gerade im Sommer böte das einen Blickfang und den Senioren die Möglichkeit, sich dort in deutlich angenehmerer Atmosphäre aufzuhalten.

Kretzschmar hofft, dass künftig auch noch ein paar Bänke rund um die Bepflanzung aufgestellt werden: „Dann müssten die Besucher des Platzes – und insbesondere die älteren Menschen des Seniorenzentrums – nicht auf den kahlen Sockeln sitzen, die dort noch stehen.“ So würde eventuell auch ein gewisser Begegnungsraum geschaffen.

„Der gute Wille ist erkennbar, aber es muss in dieser Richtung auch noch weitergehen“, fordert Doris Feldmann auch mit Blick auf das Engagement des Investors. Der war am gestrigen Freitag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Erfreut über die Maßnahmen zeigte sich auch die CDU. Deren Ratsherr Richard-Michael Halberstadt verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass auf Initiative der Christdemokraten keine öffentlichen Mittel in die Maßnahme geflossen seien: „Das war und ist unserer Meinung nach Sache des Investors.“ Dennoch habe die CDU deutlich gemacht, dass sie sich für die Schaffung von Sitzgelegenheiten starkmacht hat und öffentliche Förderungen in Aussicht stellte.

Das untermauerte Peter Wolfgarten, CDU-Chef in der BV West, am Freitag noch einmal: „Die CDU steht zu ihrem Wort, sich insbesondere für die Aufstellung weiterer Sitzmöbel einzusetzen.“

Die SPD indes bedauert es, dass sich die BV mit Stimmen der CDU und Grünen gegen eine städtische Beteiligung bei der Platzgestaltung aussprach. Kretzschmar: „Der Investor hatte uns einen Plan vorgelegt und uns gebeten, die Hälfte der Kosten zu tragen.“ Die Entscheidung dagegen habe zugleich bedeutet, das jegliches Mitspracherecht bei den Maßnahmen wegfiel. „Anders herum hätte es einen Dialog gegeben“, ergänzt Feldmann. „In dem Moment, in dem wir mitfinanziert hätten, hätten wir uns auch mit dem Investor an einen Tisch setzen können.“

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