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Künstlerischer Abschluss der Zwölftklässler der Waldorfschule

Gegensätze, die die Welt bewegen

Münster-Gievenbeck

Ein abendfüllendes Bühnen-Programm bereiteten die Zwölftklässler der Waldorfschule für ihren künstlerischen Abschluss vor.

Franziska Eickholt

Eine gelungene Tango-Vorstellung boten vier Tanzpaare zu Carlos Gordels „Por Una Carbeza“ als Teil des künstlerischen Abschlusses der Zwölftklässler der Waldorfschule. Foto: fre

Klassische und moderne Musik, Gedichte, Gesang, Eurythmie, Tanz und Theater: Der künstlerische Abschluss der zwölften Klasse der Waldorfschule hatte so manchen Höhepunkt zu bieten – und all‘ das nach nur zwölf Tagen Probenzeit.

„Wenn sich die Schüler entscheiden, ihr Abitur an der Waldorfschule zu machen, steht ihnen bereits am Ende der zwölften Klasse der erste große Prüfstein mit dem Waldorfabschluss bevor“, erläuterte Lehrer und Organisator Martin Hagel. Den Schülern wird die kniffelige Aufgabe gestellt, innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums ein abendfüllendes Programm zu erarbeiten, in dem die langjährige Bühnenerfahrung aus der gesamten Schulzeit zur Geltung kommt.

„Zu Beginn der Vorbereitungen habe ich mich mit den Schülern zusammengesetzt, und wir haben das Motto ,Gegensätze, die die Welt bewegen‘ entwickelt“, erklärte Hagel. Die Wahl sei nicht schwer gefallen, da es sich um ein sehr vielfältiges Thema handle.

Was die Schüler in nur zwölf Tagen ganztägiger Intensivarbeit schließlich auf die Beine gestellt haben, ist beeindruckend: Absolut selbstsicher und nahezu perfekt vorbereitet präsentierten die 21 Zwölftklässler im gut besetzten Konzertsaal unterschiedliche Programmpunkte aus allen Sparten der Kunst. Die meisten Auftritte wurden von den Schülern selbstständig konzipiert.

„Mit dem künstlerischen Abschluss möchten wir in erster Linie kreative Kräfte wecken und die Fantasie fördern. Zudem entspricht die Vorstellung voll und ganz der Waldorfpädagogik und gibt den Schülern die Chance, endlich zu zeigen, was sie in all‘ den Jahren gelernt haben“, erläuterte der Organisator. Er sprach ein besonderes Lob an den aktuellen Jahrgang aus: „Es handelt sich um eine ganz besondere Klasse. Trotz der langen Proben habe ich die Vorbereitungszeit sehr entspannt erlebt, denn die Klassengemeinschaft ist einfach toll. Jeder ist aufmerksam im Miteinander. Das fließt in den künstlerischen Prozess ein und ist auf der Bühne zu sehen“.

Hagel behielt Recht: Alle 19 Einzelauftritte gingen reibungslos über die Bühne. Besonders gelungen war das Gemeinschaftsprojekt der ganzen Klasse, bei dem die Schüler die Lieder „Altá Trinita“, sowie „Don’t Worry, Be Happy“ von Bobby McFerrin präsentierten.

„Ein großer Dank geht an Elke-Schönfeld-Terhaar, die die musikalische Gestaltung übernahm, und an Lisa Rodenberg, die als Pianisten in die Tasten griff“, resümierte Hagel.

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