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Wohnhaus von Annette von Droste-Hülshoff

Haus Rüschhaus öffnet wieder die Türen

Münster-Nienberge

Haus Rüschhaus, das Wohnhaus der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848), die vor genau 225 Jahren geboren wurde, lädt wieder zum Besuch ein. Draußen und drinnen gibt es viel zu sehen, und zahlreiche Veranstaltungen warten auf Gäste.

Von Iris Sauer-Waltermann

Das Museum in Haus Rüschhaus ist an Führungen gebunden, die mittwochs bis sonntags stattfinden.Der Park des barocken Kleinods ist ebenfalls von mittwochs bis sonntags geöffnet und dann frei zugänglich. Foto: Münsterland e.V./Philipp FöltingMünsterland e.V./Philipp Fölting

Der Winter ist vorbei, viele haben es sehnlich erwartet: Haus Rüschhaus ist seit Anfang des Monats wieder geöffnet. Das Wohnhaus der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848), die vor genau 225 Jahren geboren wurde, lädt wieder zum Besuch ein. Geöffnet ist der barocke Garten von Haus Rüschhaus, Am Rüschhaus 81, mittwochs bis sonntags von 11 bis 16.30 Uhr. Das Museum in Inneren ist nur im Zusammenhang mit Führungen zu besichtigen, die im gleichen Zeitraum je um 11, 12, 13.30, 14.30 und 15.30 Uhr beginnen. Anmeldungen sind nur für größere Gruppen notwendig.

Nach dem Tod ihres Vaters war die Autorin zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Jenny in das etwa fünf Kilometer von ihrem Geburtshaus Burg Hülshoff entfernte Rüschhaus gezogen. Sie lebte dort von 1826 bis 1846 und verfasste hier unter anderem „Die Judenbuche“. Haus Rüschhaus war von 1745 bis 1749 vom Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun erbaut worden, die Dichterin nannte es oft ihr „Schneckenhaus“.

Das „Schneckenhaus“

An Haus Rüschhaus wartet das vordere Gebäude, das so genannte Kassenhäuschen, mit einer neuen Dauerausstellung auf, erklärt eine Sprecherin des Museums. Mit Schautafeln und auf Monitoren gibt es Einblicke in das Leben von Annette von Droste-Hülshoff sowie Johann Conrad Schlaun (1695–1773).

Im Kassenhäuschen können die Besucher und Besucherinnen auch Bücher und Eintrittskarten für die Führungen im Droste-Museum im Rüschhaus erwerben. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt 3,50 Euro.

Veranstaltungen in Haus Rüschhaus

Die Sonderausstellung „Deep Work – Schreiben und Coden“ beleuchtet die Zusammenhänge von Menschensprache und Maschinensprache und kann ebenfalls für ein Entgelt von fünf Euro im Rahmen eines geführten Rundgangs erlebt werden.

Zwischen Haus Rüschhaus und der Burg Hülshoff befindet sich der so genannte „Lyrikweg“, der als Outdoor-Museum jederzeit kostenfrei zugänglich ist. Auf den Spuren von Annette von Droste-Hülshoff können die Besucher und Besucherinnen die Landschaft erleben und an Mitmachstationen vieles über ihr Leben und Werk erfahren. Auch eine App („Lyrikweg“) mit zusätzlichen Infos ist erhältlich und kann kostenlos heruntergeladen werden. Mehr Informationen unter www.lyrikweg.net. Droste-Museum.

Burg Hülshoff (Schonebeck 6 in Havixbeck), ist übrigens bereits seit Mitte Februar wieder geöffnet. Museum und Restaurant können mittwochs bis sonntags von 11 bis 18.30 Uhr besucht werden.

„Wir würden gerne auch in Haus Rüschhaus eine Gastronomie und eine barrierefreie Toilettenanlage anbieten“, erklärt die Museumssprecherin. Beides sei bislang noch nicht gelungen, werde aber langfristig ins Auge gefasst.

Lyrikweg ist frei zugänglich

Für den Zugang in die beiden Droste-Museen, zur Gastronomie sowie zu allen Veranstaltungen gilt die 3G-Regel (geimpft, getestet, genesen) sowie eine Maskenpflicht. Alle aktuellen Informationen zu den Zugangsbeschränkungen und Corona-Regeln sind auf der Website www.burg-huelshoff.de zu finden und jeweils vor Ort ausgehängt.

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