1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Gievenbeck
  6. >
  7. In drei Kitas wird täglich frisch gekocht

  8. >

Pfarrei Liebfrauen-Überwasser auf dem Weg zur Zertifizierung

In drei Kitas wird täglich frisch gekocht

Münster-Gievenbeck

Elternbriefe werden per E-Mail verschickt, um Papier einzusparen, Fehldrucke werden als Malpapier benutzt, Insektenhotels sind auf dem Außengelände als künstliche Schutzräume für Insekten installiert. Das sind nur ein paar Beispiele zur ökologischen Nachhaltigkeit in den Kitas der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser.

Auch die Kita-Spielplätze der Pfarrei setzen auf Holz. Foto: kaj

Im Herbst 2021 machte sich die Verbundleitung der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser, Doris Hoeter, gemeinsam mit den sechs Kitas im Verbund auf den Weg, dass die Einrichtungen „ökofaire Kitas“ werden. Etwa zeitgleich begann auch die Pfarrgemeinde, sich als „ökofaire Pfarrei“ zertifizieren zu lassen.

Unter dem Thema „Bewahrung der Schöpfung“ besuchte die Verbundleitung gemeinsam mit den sechs Einrichtungsleitungen eine Fortbildung. Im nächsten Schritt wurde dann in den Kita-Teams dazu weitergearbeitet. Dabei war es allen wichtig, von Anfang an die Kinder in den ganzen Prozess einzubeziehen. „Gerade über die Kinder wird vieles in die Familien getragen und so hoffen wir auf Synergieeffekte“, so Hoeter. „Wir waren bei einer ersten Bestandsaufnahme selbst ganz überrascht, was wir bereits in den Kitas schon alles umsetzen.“

Lebensmittel von hier

So wird in drei der sechs Kitas täglich frisch gekocht. Dabei wird darauf geachtet, dass die Lebensmittel vorwiegend aus der Region kommen. Mit den Kindern wurden erste Projekte wie das Thema Mülltrennung durchgeführt. Die Vorgehensweise jeder Kita dazu war sehr unterschiedlich – das Ziel war für alle gleich: Mülltrennung muss ordentlich durchgeführt werden und gehört zum täglichen Leben.

In allen sechs Kitas wird heute schon dies umgesetzt: Elternbriefe werden per E-Mail verschickt, um Papier einzusparen, Fehldrucke werden als Malpapier benutzt, Insektenhotels sind auf dem Außengelände als künstliche Schutzräume für Insekten installiert. Viele unterschiedliche Naturmaterialien im Außengelände werden zum Spielen und Basteln für die Kinder und von den Kindern genutzt, es wird mit kostenlosen Materialien gebastelt. Zur Wäschetrocknung kommen Wäscheständer zum Einsatz, um die Energiekosten und den Energieverbrauch für den Trockner einzusparen. Einweggeschirr wurde abgeschafft und wird auch nicht mehr verwendet.

Naturparzelle für jede Kita

Auch die Eltern wurden in den Prozess eingebunden. Durch eine Familie in Gievenbeck bekommt jede Kita im Verbund die Möglichkeit, ab dem Frühjahr eine 25 Quadratmeter große Parzelle zu pachten, die sie selbst mit den Kindern bewirtschaften wird – vom Aussäen bis zur eigenen Ernte (www.emsgaertner.de).

Im Verbund wurde ein eigener Arbeitskreis ökofaire Kitas gebildet, der aus der Verbundleitung, den sechs Einrichtungsleitungen und jeweils einem weiteren Mitglied aus jedem Kita-Team besteht. So ist sichergestellt, dass im Verbund beständig an dem Thema weitergearbeitet wird und eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung verfolgt wird.

Schritt für Schritt ökologischer

In kleinen Schritten möchten sich Erzieherinnen und Erzieher, die Kinder und die Eltern sensibel für ein verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Handeln machen. Schließlich tragen alle dazu bei, wie unsere Welt und unser Leben jetzt und in Zukunft aussehen werden.

Das Bistum erhielt jetzt die Bewerbung für die Zertifizierung. Doris Hoeter von der Verbundleitung der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser drückt aus, was alle Beteiligten bewegt: „Wir hoffen nun auf eine positive Nachricht, und dass unser intensives Bemühen um Nachhaltigkeit gewürdigt wird.“

Startseite