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Verwaltung greift Anregung der Grünen auf

Mehr Aufenthaltsqualität durch weniger Stellplätze im Oxford-Quartier

Münster-Gievenbeck

In der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung West geht es um eine Anregung der Grünen zum Oxford-Quartier. Die Verwaltung hat den Vorschlag aufgegriffen, die Anzahl der öffentlichen Stellplätze auf das erforderliche Minimum zu reduzieren.

Die Anzahl der oberirdischen Stellplätze auf ein Minimum zu reduzieren, das schlagen die Grünen vor, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Foto: hpe

Die Grünen in der Bezirksvertretung Münster-West wollen durch weniger oberirdische Parkplätze die Aufenthaltsqualität im Oxford-Quartier Areal steigern. Bei der Investorenauswahl Anfang Dezember 2020 habe sich gezeigt, „dass die Anzahl der oberirdischen öffentlichen Stellplätze zwischen den Höfen stark variiert und von den Bietern großteils als nicht notwendig angesehen wurden“.

In einer entsprechenden Anregung an den Rat der Stadt heißt es, „die ausgewählte Bieterin möge ihr Konzept dahingehend verfeinern, dass nur noch der rechtlich notwendige Bedarf an Stellplätzen eingeplant werden muss“. Diese Anregung wurde von der Stadtverwaltung aufgegriffen. Die entsprechende Beschlussvorlage dazu ist am 26. Januar Thema in der Bezirksvertretung Münster-West.

Laut Vorlage resultiert die Anzahl der notwendigen öffentlichen Stellplätze insgesamt aus einer Ermittlung der realisierbaren Wohneinheiten. Dazu werde Parkraum für Besucherverkehr, für Menschen mit Beeinträchtigungen sowie Stellfläche für Rettungs-, Müll- und andere Einsatzfahrzeuge prognostiziert. Derartige öffentliche Stellplätze sollen laut Beschlussvorlage in der gesamten westlichen Spange nur an vier öffentlichen Platzbereichen in den Höfen mit je 19 bis 24 Plätzten angeboten werden.

Die beiden erfolgreichen Bebauungskonzepte für die beiden Wohnhöfe sehen zwar jeweils rund 120 Wohnungen und Gewerbeeinheiten vor. Doch das private Parken solle überwiegend in der geplanten Tiefgarage stattfinden. Unter Strich stünden 126 Nutzungseinheiten nur 24 öffentliche Stellplätze gegenüber.

Die öffentlichen Stellplätze sollen weiterhin vorgehalten werden, „damit potenzieller Parksuchverkehr oder ungesteuertes Parken auf den privaten Grundstücken vermieden werden kann“. Zudem seien Car- oder Bike-Sharing-Plätze, Abstellflächen für E-Transporter für Lebensmittel- oder Warenlieferung, Paketstationen oder Besucherparken wichtig.

Die privaten Flächen hingegen würden bereits intensiv durch die Bedarfe der Nutzungsmischung der Wohnhöfe in Anspruch genommen, unter anderem für Gemeinschafts- und Privatgärten oder Regenwasserretentionsflächen. Aufgrund der integrierten Planung von öffentlichen und privaten Flächen sollen „in der späteren Ausprägung beide Bereiche einheitlich wahrgenommen und genutzt werden“.

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