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Bundesfreiwilligendienst beim Sportverein

Morgens Schreibtisch, später Sportplatz

Münster

Jedes Jahr nimmt der TSC Gievenbeck neue Bundesfreiwilligendienstler auf. Zur Arbeit gehört viel Verwaltungskram. Aber noch öfter stehen die jungen Erwachsenen plötzlich als Trainerinnen und Trainer auf dem Platz.

Von Joel Hunold

Vivien Wittkamp (v.l.), Jana Seidlitz und Abdullah Düzgün absolvieren aktuell ihren Bundesfreiwilligendienst beim TSC Gievenbeck. Gerolf Kleinschmidt (r.) koordiniert ihre Arbeit. Foto: Joel Hunold

Von der Schulbank auf den Sportplatz: Seit September absolvieren Jana Seidlitz, Vivien Wittkamp und Abdullah Düzgün ihren Bundesfreiwilligendienst beim TSC Gievenbeck. Düzgün ist 21 und hat sein Abitur am Geschwister-Scholl-Gymnasium gemacht. Er habe durch einen Freund von der Stelle erfahren, der zuvor als BFDler dort war. „Ich wusste nach dem Abi nicht genau, was ich machen sollte, deshalb habe ich mich hier beworben.“ Als Trainer einer Fußballmannschaft hat er bereits Erfahrung.

Auch die 20-jährige Seidlitz hat durch Freunde von der BFD-Stelle erfahren. Sie hat vor anderthalb Jahren ihr Abitur am Anne-Frank-Berufskolleg gemacht und war danach ein Jahr in Kanada. Weil es von dort aus schwierig mit der Bewerbung für ihren Traumberuf war, hat sie sich spontan für den Freiwilligendienst entschieden. „Ich war lange beim DLRG, hatte Sport im Abi und bin Volleyballtrainerin“, erzählt sie.

Wittkamp, 20, wusste hingegen nach ihrem Fachabi am Berufskolleg noch nicht genau, was sie später machen will. Da ihr Vater Kung-Fu-Trainer beim TSC ist, bot sich die Stelle an. Trainerinnen-Erfahrungen hatte sie vorher keine, „ich wurde ins kalte Wasser geschmissen“.

BFDler leiten eigene Sportkurse

„Vormittags erledigen wir Bürokram und kümmern uns um Kündigungen oder Aufnahmen“, erzählt Düzgün. Dazu gehöre die Pflege der Homepage, um die sich besonders Wittkamp kümmert. Die anderen schreiben oft Berichte dafür. „Die Tätigkeiten sind sehr vielfältig, aber wir probieren, die jeweiligen Interessen zu berücksichtigen“, sagt TSC-Geschäftsstellenleiter Gerolf Kleinschmidt.

Ab Mittags geht es dann auf den Sportplatz beziehungsweise in die Halle. „Durch die BFDler können wir unser Programm am frühen Nachmittag wasserdicht mit Übungsleitern besetzen“, sagt Kleinschmidt. Die drei BFDler leiten jeweils eigene Sportkurse. Gemeinsam sind sie zudem für das Sportprogramm im Offenen Ganztag der Mosaikschule zuständig. Zu Beginn des BFD stand daher zunächst ein Übungsleiterkurs an.

Obwohl gerade mal ein Drittel des Jahres um ist, war die Zeit schon erfolgreich. Denn alle wissen mittlerweile, was sie danach machen wollen. „Ich möchte Wirtschaft studieren“, berichtet Düzgün. Er habe sich schon lange für das Thema interessiert und sich nun mehr damit befasst. Wittkamp erzählt, „vorher wollte ich was mit Fotografie machen“, nun sei es ihr Plan, Mediengestalterin zu werden. Seidlitz hingegen wusste schon vorher, dass sie zur Polizei möchte.

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