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Spenden-Wettbewerb

MuM-Mentoren sollen Mut zur eigenen Meinung vermitteln

Münster-Gievenbeck

Das Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum in Gievenbeck nimmt an einem Spenden-Wettbewerb teil. Mit dem Geld sollen basisdemokratische Gesprächsformate gefördert werden. Doch bei dem bundesweiten Wettbewerb geht es nicht um die höchste Spendensumme.

Joel Hunold

Nach der Pandemie will das MuM wieder Gesprächsrunden anbieten. Die Spenden sollen bei der Mentorenausbildung helfen. Foto: MuM

Basisdemokratische Teilhabe fördern und jenen den Mut zusprechen, die eigene Meinung offen zu vertreten, die sonst eher still im Hintergrund bleiben oder wenige Möglichkeiten haben, sich selbst zu äußern – das ist das Ziel hinter dem Projekt „Dialogtische“.

Konkret soll es bei dem Projekt, welches das Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum (MuM) im Rahmen des Offenen Treffs anbieten möchte, moderierte Gesprächsrunden zu Themen wie der Bundestagswahl oder aktuellen Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten geben.

Um das Projekt realisieren zu können, nimmt der Dachverband des MuM, der „Bundesverband der Mütterzen­tren“, aktuell an einer besonderen Spendenaktion teil, berichtet Yvonne Plöger, die sich sowohl im Vorstand des MuM als auch des Bundesverbands engagiert. Plöger hofft darauf, dass „möglichst viele Leute eine Spende abgeben“, – denn das Spendenprojekt ist zweigeteilt.

Zum einen sollen über die Crowdfundingplattform „Startnext“ bis zum 19. Mai 10 000 Euro gesammelt werden. „Damit wollen wir Mentorenschulungen durchführen“, erläutert Plöger – schließlich sei es für die sonst ehrenamtlich Tätigen nicht einfach, Menschen mit Teilhabeeinschränkungen Mut zur Meinungsäußerung zuzusprechen.

Anzahl statt Höhe der Spenden zählt

Zum anderen nimmt das Projekt „Dialogtische bewegen die Welt“ an einem Spenden-Wettbewerb der Hertie-Stiftung teil, in welchem es sich gegen andere soziale Projekte und Einrichtungen durchsetzen muss. Dabei geht es laut Plöger nicht um die Höhe, sondern um die Anzahl an Spenden, die das Projekt auf Startnext erreicht. Die besten 20 der 46 teilnehmenden sozialen Initiativen – darunter auch ein Projekt des Boxzentrums Münster – erhalten zusätzlich zu dem gespendeten Geld bis zu 25 000 Euro. Plöger sagt, es gebe ein paar ernsthafte Konkurrenten, „aber ich bin zuversichtlich, dass wir unter die besten 20 kommen“.

Schon im Sommer könnte es dann am Gescherweg, in Mecklenbeck und in Zukunft auch in den neuen MuM-Räumlichkeiten im umgebauten Oxford-Quartier mit den moderierten Gesprächsrunden losgehen, sagt Plöger.

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