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Bezirksvertreter fordert Konzept für „Urbanen Gartenbau“

Obst und Gemüse auf städtischen Flächen anbauen

Münster-West

Urbaner Gartenbau, sprich die gärtnerische Nutzung städtischer Flächen innerhalb von Siedlungsgebieten, wird in der heutigen Zeit vielerorten immer beliebter. In der Bezirksvertretung Münster-West wurde jetzt ein Antrag gestellt, ihn auf den Weg zu bringen.

Von Thomas Schubert

Beim Urbanen Gartenbau können Bürger Obst und Gemüse auf städtischen Flächen anbauen. Foto: mib

Geht es nach den Vorstellungen von Bezirksvertreter Philip Maurice (Volt), dann soll die Stadtverwaltung ein Konzept für „Urbanen Gartenbau“ entwickeln und damit verbunden zugleich städtische Flächen freigeben. Auf diesen sollen interessierte Bürgerinnen und Bürger dann Obst und Gemüse anbauen können.

Beim Urbanen Gartenbau – auch unter dem Begriff „Urban Gardening“ bekannt – stehe die umweltschonende Produktion und ein bewusster Konsum landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Vordergrund, heißt es in einem Antrag, den Maurice unlängst in die Bezirksvertretung Münster-West einbrachte. Viele Menschen hätten weder einen Garten noch einen Kleingarten. Ihnen könne im Rahmen des Urbanen Gartenbaus eine Alternative geboten werden, „um gesunde und regionale Ernährung selbst anzubauen“.

Durch die Bereitstellung entsprechender Flächen, die die Stadt Münster unter anderem zwischen Roxel und Mecklenbeck besitze, könne das Grünflächenamt entlastet werden, da es selbige nicht mehr pflegen müsse, so der Bezirksvertreter.

2013 gab es schon einmal einen Vorstoß

Im Jahr 2013 hatte es im Stadtbezirk Münster-West schon einmal einen Vorstoß zum „Urban Gardening“ gegeben: Damals hatte der Mecklenbecker Künstler Marc Palancher in Eigenregie und ohne städtische Genehmigung auf einer Brachfläche am Abzweig der Heroldstraße südlich der Bahntrasse zum bürgerschaftlichen Gärtnern aufgerufen. „Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, gemeinsam zu gärtnern, zu ernten, Ideen einzubringen, zu quatschen und zu entspannen“, hieß es dort auf einer Hinweistafel. Von einer münsterischen „Urban-Oase“ westfälischer Friedensgärtner war die Rede.

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