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Waldorfschulversion von Carmina Burana

Präsentation voller Leidenschaft

Münster-Gievenbeck

Die Aufführung der Waldorfschulversion von Carmina Burana war ein ganz eigenes, sehr besonderes Potpourri von musikalischer Aufführung, kleinen Szenen, philosophisch-pädagogischen Texten, Filmausschnitten und Tanz - überschrieben mit "Schule und Schicksal" zum 100-jährigen Schuljubiläum.

Maria Conlan

Die Waldorfschüler überzeugten während der Aufführung von „Carmina Burana“ mit einer enormen Bühnenpräsenz. Foto: Maria Conlan

„Wahnsinn“, „Ein Phänomen“, „Toll“, so lauteten die Kommentare der Zuschauer nach den fast dreistündigen Aufführungen der Waldorfschulversion von „Carmina Burana“. Es war ein ganz eigenes, sehr besonderes Potpourri von musikalischer Aufführung, kleinen Szenen, philosophisch-pädagogischen Texten, Filmausschnitten und Tanz – überschrieben mit „Schule und Schicksal“ zum 100jährigen Waldorf-Jubiläum.

Unter der Leitung von Günter Moseler hatten alle Oberstufenschüler zusammen mit den Drittklässlern einen Abend mit Gänsehautgefühl für die Zuschauer geschaffen. Brachten die Schüler im ersten Teil viel anspruchsvolle Texte zu Gehör, wurde es nach der Pause gefühlvoller und gespickt mit populärer Musik wie „Bohemian Rhapsody“ und „I can‘t smile without you“.

Ob als Gruppenleistung oder Soloauftritt, die Disziplin, Konzentration, Bühnenpräsenz, Spielfreude und musikalische Leistung der Schüler war beeindruckend. Immer wieder gab es Zwischenapplaus und zum Schluss nach der Zugabe und einem Einstimmen des gesamten Publikums Standing Ovations.

Vor Aufführungsbeginn erläuterte Moseler fürs Publikum die Zusammenstellung der Texte und Filmausschnitte. Die „Carmina Burana“ beschrieb er als Jugendstück, optimistisch: „Was wir sehen ist die Zukunft.“

Es ging nicht nur immer um das Offensichtliche bei der Auswahl, sondern auch um die Kehrseite. So wurden neben Pädagogiktheorien und geschichtlicher Schulauffassung auch Aufbruchsstimmung, Wertschätzung, Überschwang der Gefühle, erste Liebe und Lebensfreude ausgedrückt.

Während der Aufführung stand Günter Moseler meist am Dirigentenpult, wovon er ab und an zum Klavier wechselte. Unterstützt wurde das klassenübergreifende Projekt der Waldorfschüler musikalisch durch Musiker der Musikhochschule: Deborah Rawlings (Klavier), sowie Felix Feßke, Tobias Götzinger, Pascal Tieke und Gereon Voß (Percussion und Schlagzeug).

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