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Tag der offenen Tür an der Waldorfschule

Schon bald zweizügig werden

Münster-Gievenbeck

Die Waldorf-Pädagogik stößt bei so manchen Familien auf großes Interesse. Das zeigte sich einmal mehr beim Tag der offenen Tür der Gievenbecker Waldorfschule.

Von Hubertus Kost

Lernen ist Bewegung – auch in der Musik. Das brachten die beim „Tag der offenen Tür“ angestimmten Lieder zum Ausdruck. So auch die Darbietung der zweiten Klasse mit ihrer Lehrerin Elisabeth Finke (r.) Foto: o

Die Waldorfschule in Gievenbeck strebt die Zweizügigkeit an. Das sei mehr als nur ein Wunsch, betonte Schulleiterin Ute Rogge beim Tag der offenen Tür. Der Einstieg in die Zweizügigkeit soll möglichst schon im kommenden Schuljahr realisiert werden. Wachsendes Interesse von Eltern und die Möglichkeit, auch das Angebot auszuweiten, hätten zu entsprechenden Überlegungen geführt, erklärte die Schulleiterin.

Das große Interesse an der Waldorf-Pädagogik, deren Basis das anthroposophische Menschenbild ist (Verständnis von Natur, Geist und menschlicher Entwicklung), machte der Tag der offenen Tür auf dem Schulgelände am Rudolf-Steiner-Weg deutlich.

Mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler, Geschwister, Eltern und Großeltern erlebten ein Schulfest mit musikalischen und gesanglichen Darbietungen, Gedichten und einer kleinen Theateraufführung. Mit vielen Infos über den Lernalltag wurden vor allem Besucher angesprochen, die eventuell beabsichtigen, ihre Kinder in der Waldorfschule anzumelden.

Von Lehrern, Schülern und Eltern aktiv gestaltet

Die 1983 gegründete Schule wird von Lehrern, Schülern und Eltern aktiv gestaltet. So heißt es auf der Homepage: „Die freie Schule folgt ihrem eigenen Lehrplan und bietet sämtliche staatliche Schulabschlüsse.“ 400 Schülerinnen und Schüler besuchen aktuell die Waldorfschule.

Einblicke in den Schulalltag vertieften die Informationen: zum Beispiel in das bewegte Klassenzimmer, in dem für die erste und zweite Klasse um 8.10 Uhr der Hauptunterricht beginnt. „Lernen durch und mit Bewegung erfahren“ wird dort vermittelt, wie Klassenlehrerin Elisabeth Finke betont.

Besucher zum Mitmachen aufgefordert

Mit Beispielen aus dem Physikunterricht wurden Besucher zum Mitmachen aufgefordert. Die „Sache mit der Übertragung von Schwingungen zwischen zwei Stimmgabeln“ erläuterten Schülerinnen der sechsten Klasse.

Uta Rogge und das Team (40 Lehrkräfte) freuten sich über die „familiäre Atmosphäre“ der Veranstaltung, die zwei Mal jährlich stattfindet. Auch viele Gäste aus dem Umland nahmen daran teil, denn der Einzugsbereich der Waldorfschule reicht weit über Münster hinaus.

Krieg in der Ukraine thematisiert

Beim Tag der offenen Tür wurde auch der Krieg in der Ukraine thematisiert: Schülerinnen hatten Blumen gemalt und die dazu passenden Samenkörner an die kleinen Gemälde geheftet. Das Ensemble wurde für eine Spende angeboten.

Das gesammelte Geld leiten die „Freunde der Erziehungskunst“ (eine Waldorf-Organisation, die sich für Flüchtlinge einsetzt) an ein Hilfsprojekt in der Ukraine weiter.

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