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Diane Schleß stellt Bilder mit Urlaubsszenen aus

Sommer, Sonne, 1950-er Jahre

Münster-Gievenbeck

Diane Schleß stellt ab Sonntag (14. November) farbenprächtige Bilder in der Gievenbecker Gaststätte „Peters Esszimmer“. Die nostalgisch anmutenden Motive sind vielfältig.

Von Iris Sauer-Waltermann

Die Motive der 60 mal 70 Zentimeter großen Werke haben alle hat mit dem Sommer in den 1950er-Jahren zu tun, sagt die Gievenbecker Künstlerin Diane Schleß. Die Bilder, ausnahmslos in Acryl gearbeitet, erinnern an Urlaub Foto: Privat

„Früher war alles besser.“ – „Nee, es ist nur lang genug her.“ Dieser Dialog könnte als nicht ganz ernst gemeinte Überschrift über der neuen Ausstellung von Diane Schleß stehen. Die Künstlerin präsentiert ab Sonntag (14. November) zehn nostalgisch anmutende, farbenprächtige Bilder in der Gievenbecker Gaststätte „Peters Esszimmer“.

Die Motive der 60 mal 70 Zentimeter großen Werke haben gerade viele ältere Menschen im Kopf: Dame mit altmodischem Badeanzug im Swimmingpool, rote Vespa, strahlender Himmel über Sportwagen und Uferstraße. Klar, das sind Klischees. „Alles hat mit dem Sommer in den 1950er-Jahren zu tun“, erklärt die Gievenbecker Künstlerin dazu. Die Bilder, ausnahmslos in Acryl gearbeitet, erinnern an Urlaub, so wie er früher einmal war. Und sie rufen „unheimlich schöne Gefühle hervor“, sagt Diane Schleß.

Menschen in allen Facetten

„Zugegeben, das Wasser ist etwas zu türkis, der Himmel eine Idee zu blau“, räumt die Künstlerin ein. Genauso, wie frühere schöne Momente in der Rückschau manchmal auch noch weiter überhöht würden. „Trotzdem tut es gut, dass wir diese Erinnerungen haben.“

Ihre Bilder sollen vor allem „gute Laune machen“, sagt Diane Schleß. Besonders in von Corona geprägten Zeiten, und besonders im November und der dunklen Jahreszeit.

Diane Schleß malt Landschaften, Stillleben sowie „Menschen in all ihren Facetten“, wie sie es formuliert. „Durch zarte oder geballt eingesetzte Farbe“ produziert sie Lebensfreude auf der Leinwand. Sicher habe auch kritische, nachdenklich machende Kunst ihre Berechtigung, erklärt sie. Ihr Schwerpunkt jedoch liege auf positiven Stimmungen.

Diane Schleß

Schleß: „Meine Bilder sollen eine gewisse Leichtigkeit vermitteln.“ Sie wirken nicht plakativ. Vielmehr sind sie oft leicht überzeichnet, ein humoresker, etwas ironischer Unterton schimmert hindurch.

Diane Schleß gehört zur Künstlergruppe „Artefact Münster“, die 2003 gegründet wurde und eine gemeinsame Website unterhält. Die Mitglieder haben – gemeinsam und einzeln – bereits an vielen Orten ausgestellt: in Galerien, Verwaltungsgebäuden, Gerichten. Und sie haben auch an der münsterischen Nacht der Museen teilgenommen.

Die aktuelle Ausstellung ist ab Sonntag zu den Öffnungszeiten von „Peters Esszimmer“ an der Dieckmannstraße 6 bis 10 zu sehen.

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