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Tagesaufenthalt in der ehemaligen Wartburgschule

Überparteiliche Erleichterung über Obdachlosen-Versorgung

Münster-Gievenbeck

Zunächst geschlossen und auf politschen Druck wieder geöffnet: Die Tagesunterkunft für Obdachlose bleibt vorerst bestehen – sehr zur Freude der Entscheidungsträger.

Die CDU-Sozialpolitiker Tobias Jainta (l. hinten) und Richard Halberstadt (l.) besuchten den Obdachlosentreff an der Wartburgschule und sprachen mit (v.l.) Karsten Berndt, Tanja Gödde und Christian Brandes vom Arbeiter-Samariter-Bund. Foto: CDU

Die Entscheidung, den Obdachlosentreff in der Sporthalle der ehemaligen Wartburg-Hauptschule weiter zu betreiben, stößt auf überparteiliche Zustimmung. „Unser Einsatz hat sich gelohnt“, finden in einer Pressemitteilung CDU-Ratsherr Tobias Jainta und Richard Halberstadt als sachkundiger Bürger, die den vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) betriebenen Tagesaufenthalt für Obdachlose besuchten.

Der Treffpunkt in der Nähe des Coesfelder Kreuzes stand schon kurz vor der endgültigen Schließung. Beim Besuch der CDU-Kommunalpolitiker waren am Freitagmittag 25 Personen anwesend. Richard Halberstadt hatte frisches Obst mitgebracht – eine Spende der Wochenmarktbeschicker.

"Versorgung der Obdachlosen sicherstellen"

„Uns war immer wichtig, die Versorgung der Obdachlosen gerade in der Corona-Zeit auch über den Herbst hinaus sicherzustellen“, so der sozialpolitische CDU-Sprecher Jainta. Nun gebe es genug Zeit, um die weitere Situation der Tagesaufenthalte für Wohnungslose in Münster zusammen mit den verschiedenen Anbietern in Ruhe zu prüfen.

„Die SPD-Fraktion im Rat ist froh darüber, dass seit Freitag der Tagestreff an der Wartburgschule für Menschen ohne Wohnung und Menschen in prekären Lebenslagen wieder geöffnet hat“, erklärt Ratsfrau Maria Winkel, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Rat der Stadt, in einer Mitteilung erleichtert. „Die kontinuierliche Nutzung des Treffpunktes von 40 bis 60 Menschen täglich an einem Standort in Gievenbeck hat gezeigt, dass es in Münster einen dringenden Bedarf an Quartierstreffpunkten für Menschen gibt, die in prekären Verhältnissen leben, einsam sind oder keine Wohnung haben. Wir mussten schnell handeln“, so Winkel weiter. Der gemeinsame Einsatz fast aller im Rat vertretenen Parteien habe abseits von jeglichem Wahlkampfgeschehen zu einer schnellen Lösung geführt.

Armut und Einsamkeit bekämpfen

„Wir haben feststellen müssen, dass neben Menschen ohne Wohnung viele weitere Bürger in schwierigen Lebenssituationen das Hilfs- und Beratungsangebot in der aktuellen Krisensituation wahrnehmen“, führt der Vorsitzende des Sozialausschusses, SPD-Ratsherr Thomas Kollmann aus. „Deshalb gilt es, Probleme wie Einsamkeit, Armut, versteckte Armut und Obdachlosigkeit in der sozialpolitischen Arbeit des Rates zukünftig noch stärker zu bekämpfen“, schließen die beiden Kommunalpolitiker ihre Mitteilung.

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