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Nachhaltigkeitsmonat in die Kita Lichtblick

Umweltbewusstsein wird gestärkt

Münster-Gievenbeck

Das Thema „Nachhaltigkeit“ spielt gerade in Zeiten des Klimawandels eine bedeutende Rolle. Um insbesondere die Kinder für dieses Thema zu sensibilisieren, organisierte die Gievenbecker Kita Lichtblick jetzt einen „Monat der Nachhaltigkeit“, in dem alle Jungen und Mädchen die Möglichkeit hatten, an verschiedenen Projekten oder auch Ausflügen teilzunehmen.

Kay Böckling

Die Kita-Kinder und die Betreuerinnen interessierten sich besonders für das Erd-Experiment. Foto: Kay Böckling

„Wir haben vom Team her überlegt, was wir für uns verändern können“, so Petra Schumann, die gemeinsam mit Veronika Beci diesen Nachhaltigkeitsmonat federführend organisiert hatte. Dabei sei herausgekommen, dass man im Alltag bereits vor dem Themenmonat recht nachhaltig gehandelt habe: „Wir kaufen bewusst regional ein und das möglichst aus ökologischem Anbau oder entsprechender Herstellung“, so Schumann. So beziehe man beispielsweise die Eier von einem örtlichen Hühnerhof.

Dann fragte man sich im Team: „Wissen die Kinder das überhaupt?“ Danach stand fest, dass man die Jungen und Mädchen viel mehr mit einbeziehen müsste. „Aber dann kam auch schon viel von der Kindern“, zeigte sich Veronika Beci überrascht. „Bei ihnen war und ist das Thema auch präsent.“ Zahlreiche Elternhäuser würden Wissen vermitteln.

Irgendwann kam dann die Idee, sich dem Thema intensiv zu widmen, um den Kindern es praktisch begreifbar zu machen, warum man beispielsweise bei Ökullus einkauft. Für den Nachhaltigkeitsmonat wurden verschiedene Gruppen gebildet. Die beschäftigten sich dann mit den unterschiedlichsten Themen, wie den nachhaltigen Lebensmitteln. Entsprechend stand in diesem Zusammenhang der Besuch auf dem örtlichen Hühnerhof oder in der Bio-Vollkorn-Bäckerei „Cibaria“ auf dem Programm.

Dort erfuhren die Kinder nicht nur, welche unterschiedlichen Brotformen es gibt, sondern welche nachhaltigen Zutaten verwendet werden. „Aber auch hier hatten die Kinder im Vorfeld des Besuchs ein gewisses Vorwissen, nämlich dass die Zutaten unbehandelt sind“, so Petra Schumann.

Ein zentrales Thema war natürlich der Müll. In diesem Zusammenhang stand auch ein Besuch in einem Supermarkt auf dem Programm. Dort interessierte die Jungen und Mädchen insbesondere die Art und Häufigkeit der verschiedenen Verpackungen. Das Fazit: Im Supermarkt gibt es nicht so viele Dinge, die unverpackt sind. Anders als auf dem Gievenbecker Wochenmarkt. Dort erfuhren die Kinder, dass sie ihre Einkäufe beispielsweise auch in mitgebrachten Dosen transportieren können.

Ein Experiment verfolgten die Kinder mit großem Interesse: In einem Behälter mit Erde wurden ein Apfel, ein Stück Papier sowie eine Plastikverpackung vergraben. Am Ende des Monats dann das Ergebnis: Der Apfel war kaum noch zu sehen, das Papier leicht verwittert, doch das Plastik war im Urzustand.

Und was nehmen die Kinder aus diesem Monat der Nachhaltigkeit, der mit einem Gottesdienst beendet wurde, mit? „Das Bewusstsein, dass es uns gut geht, wenn es der Erde auch gut geht“, fasst Petra Schumann zusammen. „Den Kinder ist zum Beispiel bewusst, wenn Müll im Meer ist, wird es von den Fischen gefressen. Wir essen dann die Fische und damit geht es uns auch nicht gut.“

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