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Umgestaltung der Gievenbecker Ortsmitte

Verzögerungen, aber kein Baustopp

Münster-Gievenbeck

Bereits 2019 fand eine erste Informationsveranstaltung zur Umgestaltung der Gievenbecker Ortsmitte statt, Anfang 2023 sollten die Straßenbauarbeiten beginnen. Dass dieser Zeitplan nicht eingehalten werden kann, ist hinlänglich bekannt. Nun soll die Umsetzung der Maßnahme Ende 2023 mit den Kanalbauarbeiten beginnen.

Von Luca Palsund

Vor allem die geplante Barrierefreiheit für die Gievenbecker Mitte begrüßt der Vorstand der Initiative Ortskern Gievenbeck (IOG) bei den künftigen Arbeiten. Foto: Luca Pals

Eigentlich sollte es schon längst los gegangen sein, die ersten Maßnahmen der Umgestaltung der Gievenbecker Ortsmitte wurden aber noch nicht angefasst. Als Grund wird seitens der Verwaltung das aktuell fehlende Fachpersonal angegeben.

Die Initiative Ortskern Gievenbeck (IOG) zeigt sich trotz allem zuversichtlich, wie es Verena Marx aus dem Vorstand ausdrückt: „Es verzögert sich, aber die Maßnahmen werden kommen – und das ist für uns alle wichtig.“

Denn: Auch Dr. Alfons Rensing und Josef Rösmann von der IOG bestätigen Befürchtungen der Vergangenheit: „Es gab schonmal das Gefühl, dass nun doch der Rotstift angesetzt wird und das Projekt nicht zustande kommt.“

Dass dem nicht so ist, wissen die drei Gievenbecker aus zahlreichen „konstruktiven Gesprächen“ mit den zuständigen Projektleitern, Baudezernent Robin Denstorff, den Ämtern der Stadt und einer fraktionsübergreifenden Einigkeit der Parteien.

Das Gefühl, dass künftige Änderungen doch nicht vorangetrieben werden, sei auch in Gievenbeck in der Vergangenheit weit verbreitet gewesen. Marx möchte mit positiven Gedanken vorangehen. Die Umgestaltung der Ortsmitte, sie sei für alle Beteiligten wichtig und richtig.

Rückblick: 2019 fand eine erste Informationsveranstaltung statt und die Pläne wurden verabschiedet. Nach damaligen Vorstellungen wurden 1,6 Millionen Euro in der Haushaltsplanung 2020 bis 2023 für die Umsetzung der Arbeiten eingeplant.

Als Reaktion auf die Vorhaben gründete sich vor drei Jahren die IOG. Vorrangig kümmert sie sich um die Verschönerung und Pflege des Ortskerns, nun will sie aber auch als „verstärktes Bindeglied“ zwischen Stadt und den Bürgern agieren und Unsicherheiten bereinigen.

Nachdem 2021 auf Rückmeldung der Verwaltung hin ein voraussichtlicher Beginn der Kanalbauarbeiten für Mitte diesen Jahres und ein Baubeschluss zu den Straßenarbeiten im dritten Quartal in Aussicht gestellt worden war, hätten Anfang 2023 die Straßenbauarbeiten im Anschluss an die Kanalbauarbeiten beginnen können.

Dass dieser Zeitplan nicht eingehalten werden kann, ist hinlänglich bekannt. Zur Begründung der Verwaltung sagt Marx: „Das nehmen wir mit Verständnis auf, bieten aber auch einen weiterhin regen Austausch und eine vertrauensvolle Kommunikation an.“

Gesteigerte Aufenthaltsqualität

Und wie geht es nun weiter? Laut Denstorff fand die Vergabe an ein externes Ingenieurbüro Ende Juni 2022 statt, die Vorentwurfsplanung wird derzeit erstellt, und ein Planungsbeschluss ist für Anfang nächsten Jahres vorgesehen.

Die Umsetzung der Maßnahme solle noch Ende 2023 mit Kanalbauarbeiten beginnen, der Bau der Verkehrsanlagen sich Ende 2024 anschließen. Mit einer Fertigstellung sei im ersten Quartal 2026 zu rechnen. Damit einher gehen auch nach Einschätzung der IOG einige verkehrliche Beschwerden während der Arbeiten.

Inzwischen hat das Stadtplanungsamt den Kontakt zwischen der IOG und dem zuständigen Projektleiter beim Amt für Mobilität und Tiefbau hergestellt, in einem ersten Gespräch wurden bereits mögliche Verkehrsführungen und die Erreichbarkeit von Geschäften sowie Auswirkungen auf den Wochenmarkt besprochen.

Mit der Umgestaltung der Ortsmitte verspricht sich die IOG vor allem eine gesteigerte Aufenthaltsqualität durch künftige Barrierefreiheit und eine einheitliche Pflasterung.

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