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Velo-Tag in Gievenbeck

Vom Hochrad bis zum E-Mobil

Münster-Gievenbeck

Beim Velo-Tag in Gievenbeck standen Drahtesel und alternative Vehikel im Mittelpunkt. Für Jung und Alt gab es reichlich zu sehen.

Siegmund Natschke

Ratsherr Richard-Michael Halberstadt versuchte sich auf dem Nachbau eines Hochrads aus dem Jahre 1880. Foto: sn

Richard-Michael Halberstadt schwang sich auf das Hochrad, eine Nachbildung eines Originals aus dem Jahr 1880. „Wie die sich damals fortbewegt haben“, staunte der Ratsherr. Er könne sich aber durchaus vorstellen, dass das Gefährt auch etwas für jüngere Leute sein könnte, sogar bei Radrennen. Das historische Hochrad war eines von vielen Drahtesel-Exemplaren, die am Samstag beim „Velo-Tag“ am Toppheideweg zu sehen waren.

„Wir wollen Nachbarn zusammenbringen“, meinte Cornelia Daume von der Firma „Sahle Wohnen“, die dieses Event auf die Beine stellte. Ein richtiges Stadtteilfest war das, und viele Institutionen aus der näheren Umgebung waren auch mit dabei: „Und das ist ja auch das Gute“, meinte Daume.

Natürlich durfte auch das Fachwerk nicht fehlen. „Wir bringen die Kinder aufs Rad“, berichtete Mitarbeiter Roland Kober. Ganz unbefangen probierte der Nachwuchs die Räder des deutschen Fahrradmuseums Berlin aus, das beim Velo-Tag zu Gast war, und flitze dabei um die Wette. Auch Alfons Egbert, Leiter des Fachwerks, hatte sein Traum-Gefährt gefunden: Ein kleines Artistenrad, das sodann von Egbert Meter für Meter gefahren wurde.

„Vielleicht schaffen wir es ja, dass die Leute auf ihren Zweitwagen verzichten und auf das Rad umsteigen“, meinte Michael Sackermann von „Sahle Wohnen“. Der sofort seinen Favoriten entdeckte: ein „Bonanza-Rad“ aus den 1970er-Jahren. Eine unmotorisierte Nachbildung einer „Easy Rider“-Harley-Davidson, die bei Jugendlichen damals Kult-Status genoss. „Dieser Bananensattel – unglaublich“, schmunzelte Sackermann und machte eine kleine Probefahrt.

Von der „Laufmaschine“ aus dem Jahr 1817 über das Tretkurbelrad mit Eisenrädern bis zum Kunststoff-Kindergefährt aus der Neuzeit, alles gab es am Stand des Deutschen Fahrradmuseums zu bewundern, wo Ria Glaue zu jedem Zweirad eine Geschichte erzählte.

Gleich nebenan übrigens gab es nicht nur das neueste Stadtteilauto zu begutachten, sondern auch ein Elektromobil, den Twizy. „Der fährt 80 Kilometer an einem Stück“, erklärte Besitzer Olaf Pochert. Eine „Tankstelle“ für das Fahrzeug gebe es am Stadthaus I.

Beachtung fanden auch die vielen Freiluft-Klanginstrumente des Künstlers Etienne Favre, die auf der Grünfläche am Gescherweg aufgestellt waren.

Infostände, Spiele oder Kulinarisches gab es von der Kita „Am Gievenbach“, dem MuM, dem Familienzentrum Toppheideweg und der Freien evangelischen Gemeinde. Ein Blickfänger war noch ein roter Doppeldecker am Eingang des Toppheideplatzes. Er gehört dem „Beat-Club Greven“ und ist eine Hommage an die Beatles-Zeit. Das schwere Gefährt auf vier Rädern oder das Zweirad zum Spaßhaben. Der Velo-Tag bot für jeden etwas.

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