Corona-Vergleich der Stadtteile

Weniger Infizierte im Westen

Münster-West

In Coerde finden an diesem Wochenende Sonderimpfungen aufgrund hoher Infektionszahlen statt. In Münsters Westen sind die Zahlen hingegen deutlich niedriger. Alle Stadtteile liegen unter dem stadtweiten Durchschnitt. Dennoch hatten einzelne Stadtteile kurzfristig sehr hohe Inzidenzen.

Joel Hunold

Eine Frau lässt sich in Gievenbeck auf das Corona-Virus testen. Im Vergleich zur ganzen Stadt gibt es in Münsters Westen weniger Infektionen. Foto: Joel Hunold

Aufgrund hoher Zahlen von Corona-Infektionen wird es in Coerde an diesem Samstag Impfungen aus Sonderkontingenten geben, weitere Sonder-Impfungen in anderen Stadtteilen sind geplant. In Münsters Westen ist man davon weit entfernt. Vergleicht man, wie viele Münsteranerinnen und Münsteraner in den einzelnen Stadtteilen leben und wie viele Infektionen dort nachgewiesen sind, wird deutlich, dass die im Westen Lebenden sich unterdurchschnittlich oft infiziert haben.

In Gievenbeck, Sentrup, Mecklenbeck, Albachten, Roxel und Nienberge wohnen zusammen etwa 61 700 Personen, 19,7 Prozent der Gesamtbevölkerung Münsters. Mit 1390 Infektionen, die dort bisher nachgewiesen wurden, ist der Westen jedoch nur für knapp 18 Prozent aller bestätigten Infektionen verantwortlich (Stand: Kalenderwoche 17). Das mag zwar nicht nach viel klingen, doch die 1,7 Prozentpunkte Unterschied stehen immerhin für rund 130 Fälle.

Insgesamt wurde bei 2,3 Prozent aller Bewohner in Münsters Westen bisher eine Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen (2,5 Prozent in ganz Münster).

Zeitweise hohe Inzidenzen in einzelnen Stadtteilen

Der Blick auf die einzelnen Stadtteile im Westen verdeutlich, dass es hier keine großen Ausreißer gibt: So leben etwa 6,7 Prozent aller Münsteraner in Gievenbeck, während der Stadtteil 6,1 Prozent aller Infizierten zu verzeichnen hat. „Die niedrigen Inzidenzzahlen sind ein Beleg dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger unseres Stadtteils Verständnis haben für die Corona-Einschränkungen“, sagt Dr. Martin Lücke, Ratsherr für Gievenbeck.

Näher am stadtweiten Durchschnitt – aber nach wie vor darunter – sind Albachten mit 2,1 Prozent der Gesamtbevölkerung und 1,9 Prozent der Infizierten und Nienberge mit 2,2 Prozent der Gesamtbevölkerung und zwei Prozent aller Infizierten. Temporäre Ausreißer gab es trotzdem: So lag die Sieben-Tage-Inzidenz Ende April in Albachten bei über 200, in Roxel bei etwa 170. Anfang Mai musste Mecklenbeck eine Inzidenz von 165 verzeichnen. Stadtweit pendelte der Wert in diesem Zeitraum um 100.

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