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Stimmungsvolles Konzert der Männerchöre in St. Petronilla

Frohe Botschaft mit offenen Fragen

Münster-Handorf

Weihnachtslieder, die man nicht alle Jahre wieder hört, gab es am Sonntagabend in der gut gefüllten St.-Petronilla-Kirche zu hören.

-msc-

Unter der Gesamtleitung von Thomas Wemhoff brachten die Männerchöre aus Handorf, Sudmühle, Gelmer und Polsum Weihnachtslieder zu Gehör, die nicht zum üblichen Repertoire gehören, das unterm Christbaum gesungen wird. Foto: Michael Schwakenberg

Der MGV Cäcilia Polsum, der MGV Concordia Mecklenbeck, der MC Liederhort Sudmühle und der MGV Cäcilia Handorf hatten im Altarraum und den Seitenschiffen Aufstellung bezogen, um ein festliches Konzert zu gestalten, das aber auch Raum ließ für kritische Töne.

Bei „Wünsche zur Weihnachtszeit“ von Udo Jürgens, das wohl eher zu seinen unbekannten Werken zählt, stellte einer der Sänger des MGV Polsum per Sprechgesang unbequeme Fragen: Etwa wie die Spannungen zwischen Krieg und Frieden mit dem Wunsch nach Würde und einem respektvollen Umgang miteinander zu vereinbaren seien.

Den Auftakt machten zunächst alle Chöre gemeinsam mit „Jahre kommen, Jahre gehen“ und „Wunderschöne Weihnachtszeit“.

Die musikalische Gesamtleitung hatte Thomas Wemhoff, der die drei beteiligten Chöre aus Münster leitet, am Klavier und der Orgel begleitete Ralph Edelhoff von MGV Polsum. Zwischendurch war auch die Gemeinde im gut gefüllten Kirchenschiff zum Mitsingen aufgerufen: „Menschen, die ihr wart verloren“ erklang derartig stimmgewaltig, das auch die Besucher des Krippenweges etwas davon gehabt haben dürften.

Bevor die Chöre mit „Alle Himmel singen“, „Öffnet die Herzen, Mund und Ohren“ sowie „O Bethlehem, du kleine Stadt“ zum Finale ansetzten, hatte Pfarrer Jürgen Streuer das Wort. Er las eine kurze Weihnachtszeit vor, die sich im Münsterland der 1950er-Jahre tatsächlich zugetragen haben soll. Sie handelt von der „Entführung“ des Jesuskindes aus einer Kirchenkrippe. Nach kurzem Aufruhr stellt sich heraus, dass ein Junge es mit seinem neuen Tretroller spazieren gefahren hatte, als Dank dafür, dass er eben diesen Roller zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte. Streuer machte deutlich: „Darum geht es: das Kind und die Weihnachtsbotschaft in die Welt zu tragen.“

Der Eintritt zu dem Konzert war frei, zum Abschluss wurden an den Ausgängen Spenden für das Hospiz Lebenshaus erbeten.

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