Nabu unterstützt Handorfer Firma

Gewerbegebiete mit Nistkästennaturnah umgestalten

Münster-Handorf

Der Nabu Münsterland und die Stadt Münsterhaben jetzt in einem ersten Schritt begonnen, die Außenanlagen eines Ingenieurbüros naturnah und insektenfreundlich umzugestalten. Weitere sollen bald folgen.

Aline Förster (r.) vom Nabu hat Nisthilfen für Meisen und Spatzen an Maike Bröskamp von den ahw Ingenieuren übergeben Foto: Alina Kohn

Gewerbegebiete sind selten Orte vielfältiger und blühender Natur. Jenes südlich von Handorf entlang der Warendorfer Straße bietet da keine Ausnahme. Der Nabu Münsterland und die Stadt Münster wollen das ändern – und haben jetzt in einem ersten Schritt begonnen, die Außenanlagen eines dort ansässigen Ingenieurbüros naturnah und insektenfreundlich umzugestalten.

Jüngst hatte Aline Förster, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Nabu-Naturschutzstation, sechs Nisthilfen für Meisen und Spatzen an Maike Bröskamp und Alina Kohn von den ahw Ingenieuren übergeben. Diese sollen am Dach und an den Bäumen rund um das Gebäude abgebracht werden. Zuvor hatte es einen Ortstermin gegeben, bei dem mit dem Unternehmen Möglichkeiten der naturnahen Gestaltung der Gebäude und des Firmengeländes besprochen wurden. Die Initiative, heißt es in einer Pressemitteilung des Nabu, sei dabei von der Ingenieurfirma ausgegangen.

Neben den Nistkästen wurden Fledermaus-Spaltkästen, Fassaden-Nistkästen für Mauersegler, Insektenhotels und eine Wildblumenmischung bestellt. So soll die Chance auf Artenvielfalt in der sonst stark versiegelten Umgebung erhalten bleiben.

Die Nabu-Naturschutzstation bietet in Zusammenarbeit mit der Stadt im Rahmen des Insektenschutzprojektes „Münster summt auf“ kostenlose Beratungen für Firmen und andere Institutionen mit großen Außenflächen an. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich über Artenschutz am Haus für Gebäudebrüter wie Mauersegler und Mehlschwalben zu informieren. Anfragen können an info@nabu-station.de oder

0 25 01 / 97 19 433 gerichtet werden.