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7500 Euro Corona-Unterstützung vom Bund

Ministerin zu Besuch bei Hund und Katz im Tierheim Handorf

Münster-handorf

Diese Spende in Höhe von 7500 Euro – überreicht durch die Ministerin Svenja Schulze – tut dem Tierheim an der Kötterstraße gut. Doch es bleiben einige Sorgen bei den Verantwortlichen.

Freude über einen dicken Scheck aus Berlin: Bundesministerin Svenja Schulte mit den Tierschützern in Handorf, 2.v.l. Vorsitzende Manu Borgschulte. Foto: hpe

Große Freude im Tierheim an der Kötterstraße: Bundesumweltministerin Svenja Schulze höchstpersönlich kam zum Blitzbesuch zu den engagierten Tierschützern in Handorf und überreichte einen Scheck ihrer Behörde in Höhe von 7500 Euro als Corona-Soforthilfe des Bundes.

„Damit sollen die Einnahmeausfälle in der Pandemiezeit zumindest etwas ausgeglichen werden“, so die SPD-Politikerin aus Münster. Und die Finanzspritze kann das Team um die Vorsitzende Manu Borgschulte gut gebrauchen. „Unsere beliebten Großveranstaltungen wie das Sommerfest, alle Basare und Infostände sind wegen der Pandemie ersatzlos ausgefallen, damit fehlen uns wichtige Einnahmen für die Tierschutzarbeit“, so Borgschulte.

Weil zeitgleich die Tierarztkosten letztlich auch durch neue und aufwendigere Behandlungskosten stetig steigen, sei man um jede Unterstützung dankbar.

Die jetzt gewährten Mittel stammen aus einem Bundes-Förderprogramm zur Unterstützung der Tierheime, wie alle vergleichbaren Einrichtungen hatten sich auch die Tierschützer in Handorf um einen Zuschuss beworben. Schulze nutzte die Gelegenheit, sich die Anlage anzuschauen, dazu gehörten auch Informationen über Hund und Katz.

Besonders der Sanierungsstau im Altbau macht dem Verein Sorgen. Hier sind in absehbarer Zeit enorme Investitionen notwendig. Entschieden werden müsse auch bald, ob man nicht doch einen Neubau auf dem vereinseigenen Grundstück in Angriff nehmen sollte. Dazu fehle es momentan jedoch noch an den finanziellen Mitteln. „Schön wäre vielleicht eine Erbschaft zugunsten des Tierheims als Grundstock für dieses Bauvorhaben“, so Borgschulte. Der Verein nutzte die Gelegenheit, mit der Ministerin auch über die dringend gebotene Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen zu sprechen. Hier wünschen sich die Tierschützer eine bundesweit einheitliche Regelung. Bislang ist die Kastrationspflicht zwar schon in einigen Kommunen ordnungsbehördlich verankert, in Münster allerdings sind bislang alle Bemühungen gescheitert. Um das Problem der immer weiter anwachsenden Katzenpopulation einzudämmen, wird eine flächendeckende Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen vorgeschlagen.

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