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Kommunalpolitiker wollen Handorf für die Bewohner attraktiv erhalten

Raum für Markt und Tankstelle

Bezirksvertretung Ost setzt auf attraktive Entwicklung für Handorf

Helmut P. Etzkorn

Der Bezirksvertretung Münster-Ost tagte mit Corona-Abstand und vielen Stoßlüftungen im „Handorfer Huus“. Foto: hpe

Münster-HandorfNach dem Aus für den Lebensmittelmarkt Edeka-Nientied zum Ende des Monats und der mutmaßlichen Schließung der einzigen Tankstelle in zwei Jahren sieht die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-Ost einen dringenden Handlungsbedarf, damit der Stadtteil auch künftig für seine Bürger attraktiv bleibt.

In der jüngsten Sitzung der BV Ost im „Handorfer Huus“ konkretisierte die Union jetzt ihren Prüfauftrag zur Standortsuche für einen Lebensmittelmarkt und eine Tankstelle. Einen Supermarkt mit ausreichend Verkaufsfläche könnte sich die CDU dabei im Neubaugebiet am Kirschgarten mit Erschließung über die Hobbeltstraße vorstellen. Auch im Bereich Hobbeltstraße/Kötterstraße könnten geeignete Flächen liegen, ebenso wie an der Handorfer Straße zwischen Gildenstraße und Hobbeltstraße.

Die CDU will bewusst auch Flächen geprüft wissen, die bislang nicht konform zum Einzelhandelskonzept der Stadt betrachtet worden sind oder erst nach Fertigstellung der Neubaugebiete geeignet erscheinen. Wesentliche Kriterien für die Auswahl seien die baldige Realisierbarkeit und eine effektive Funktion für die Nahversorgung, so die CDU.

Eine Verkaufsfläche mit weniger als 1000 Quadratmetern wird für Einzelhändler „als wenig attraktiv“ angesehen und führte schließlich auch zum Rückzug von Nientied an der Ludwig-Wolker-Straße. Würde kein neuer Standort gefunden, befürchtet die CDU, dass weitere Kaufkraft aus Handorf abgezogen und in die umliegenden Stadtteile und und Gemeinden abwandern würde.

Auch in Sachen Tankstelle soll es nach den Vorstellungen der Union einen Ersatzstandort in Handorf geben. Wie berichtet, ist am aktuellen Standort Handorfer Straße eine Bebauungsplanänderung vorgesehen. Die BV Ost hat in ihrer Sitzung die geplante Änderung einstimmig gebilligt. Angedacht ist dort, wo jetzt noch Zapfsäulen stehen, wahrscheinlich eine Wohnbebauung und möglicherweise auch Raum für den Einzelhandel.

Die künftige Tankstelle könnte nach den Vorstellungen der CDU mit einer Mobilstation erweitert werden. Dort könnten Fahrzeugstellplätze für Pendler entstehen, Ladesäulen aufgestellt, E-Bikes vermietet und Carsharing angeboten werden. „Die unterschiedlichesten Verkehrsangebote könnten verknüpft und sinnvoll miteinander kombiniert werden“, so CDU-Fraktionschef Stefan Gottkehaskamp.

Auch wenn die Elektromobilität zunehme, sei eine neue Tankstelle sinnvoll, da noch sehr lange Autos mit Verbrennungsmotor unterwegs sein dürften. Ergänzend könne man ja alternative Treibstoffe wie Wasserstoff anbieten. Ein Shop an den Säulen könnte zudem den Einzelhandel ergänzen und sei gut für Spontankäufe auch außerhalb der Ladenöffnungszeiten.

Gleichzeitig soll die Stadt prüfen, so fordern es CDU und FDP in einem gemeinsamen Auftrag an die Verwaltung, ob in Münsters Osten öffentliche Ladestationen zur Förderung der Elektromobilität eingerichtet werden können. Denkbare Standorte seien in Handorf der Hugo-Pottebaum-Platz und die Ludwig-Wolker-Straße (Bereich Friedhof) sowie in Gelmer an der Mehrzweckhalle.

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