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30 Reiter zeigen ihre Kunst

Rodeo in Gelmer: Der Wilde Westen gibt Vollgas

Münster-Gelmer

Zum zweiten Mal fand in Gelmer ein „Speed-Rodeo“ statt. Die 30 Teilnehmer eröffneten das Spektakel mit einem Umzug durch den Ort.

Marion Fenner

Mit einem Umzug durch Gelmer warben Ross und Reiter für das Rodeo. Foto: mfe

Country-Musik und Lagerfeuer, rasante Ritte und echte Cowboys: Wildwest-Romantik gab es am Wochenende mitten in Gelmer. Zum Speed-Rodeo hatte Matthias Brinkmann vom Zossenkotten eingeladen, und über 30 Reiter waren mit ihren Pferden gekommen.

Am Tag vor dem Rodeo waren die Cowboys gemeinsam durch Gelmer geritten. Vorweg eine Kutsche, dahinter gut ein Dutzend Westernreiter, die lässig auf ihren Pferden saßen, und zum Abschluss ein amerikanischer Oldtimer. „Damit haben wir einige Gelmeraner noch einmal an das Rodeo erinnert“, freute sich Brinkmann.

Speed-Rodeo besteht aus fünf Disziplin, bei denen es immer auf Geschwindigkeit ankomme, erklärt Brinkmann. Es geht dabei auf unterschiedlichen Wegen im Slalom um Stangen und Fässer. Beim „Flag Race“ ist auch die Geschicklichkeit des Reiters gefragt, der eine Fahne aus einem Eimer nehmen und diese in einem anderen Eimer wieder ablegen muss – natürlich so schell wie möglich.

Extrem wendige Pferde bekamen die Zuschauer beim „Keyhole-Race“ zu sehen. Auf dem Boden des Reitplatzes ist mit Stangen ein Schlüsselloch ausgelegt, in das mit voller Geschwindigkeit hineingeritten, blitzschnell gewendet und wieder herausgeritten werden muss. Für jeden Huf, der über eine Stange tritt, gibt es Strafsekunden.

Bei den Einsteigern waren noch einige Starter, die auf Sicherheit setzten und die Aufgabe im ruhigen Trab absolvierten. In der Open-Klasse dagegen gab es nur eine Gangart, und die hieß Galopp: Spektakuläre Ritte waren garantiert. Beeindruckend, wie die Pferde ihre Aufgabe kannten und mitkämpften. In der Wartezone dösten sie noch entspannt. Doch wenn es zum Start ging, wussten sie, dass es Ernst wurde und drehten langsam auf. Nervös tänzelnd warteten sie auf ihren Einsatz. Wieder im Ziel, schalteten die Vierbeiner ebenso wie ihre Reiter wieder in den Ruhemodus um.

Ältester Reiter des Turniers war Conny Bartsch aus Herne. Mit 78 ist er immer noch aktiv. „Reiten hält fit und macht Spaß“, sagt er. Rodeos schätzt Bartsch, weil er selbst Country-Musik liebt und gerne mit Reitern zusammen ist, die ihren Sport nach der gleichen Philosophie leben wie er selbst.

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