1. www.wn.de
  2. >
  3. Muenster
  4. >
  5. Handorf
  6. >
  7. Weihnachtsgeschichte hautnah

  8. >

Der Krippenweg in Handorf findet trotz Corona statt und wird am 1. Advent eröffnet

Weihnachtsgeschichte hautnah

Münster-Handorf

Ab dem ersten Advent wird es die 13. Auflage der auch überregional beachteten Ausstellung unter freiem Himmel geben. Peter Freytag: „Die Wege sind breiter gemacht worden, es gibt eine Maskenpflicht. Auf Glühwein und Würstchen vom Grill müssen die Besucher in diesem Jahr leider verzichten.“

Helmut P. Etzkorn

Das Aufbauteam in St. Petronilla ist fast fertig, und nun hoffen die Ehrenamtlichen auf die Adventszeit. Foto: hpe

Peter Freytag hatte anfangs Bedenken, ob es in Corona-Zeiten überhaupt einen Krippenweg rund um die Petronilla-Pfarrkirche in Handorf geben darf. Doch nach einer Sitzung mit seinem engagierten Aufbauteam um Heiner Rötering, Georg von Boeselager, Bernhard Dütting und Friedhelm Meyering war die Skepsis verflogen: „Draußen und mit Abstand geht auch in Corona-Zeiten “, meinte die Mannschaft. Und so wird es ab dem ersten Advent die 13. Auflage der auch überregional beachteten Ausstellung unter freiem Himmel geben.

Freytag: „Die Wege sind breiter gemacht worden, es gibt eine Maskenpflicht. Auf Glühwein und Würstchen vom Grill müssen die Besucher in diesem Jahr leider verzichten.“

Das Kernteam um Freytag ist seit rund zehn Tagen mit dem Aufbau der rund 100 Krippen beschäftigt und nun fast fertig, parallel müssen Strahler aufgestellt und rund zwei Kilometer Elektrokabel wind- und wettergeschützt von Hugo Bussmann und Theo Soetkamp verlegt werden.

Neu ist neben figürlichen Darstellungen aus Indien, mitgebracht von Pater Shiju Jakob aus Kerala, auch eine Krippe aus Düsseldorf, die schon mehr als vier Jahrzehnte alt ist. Freytag: „Wir wollen in jedem Jahr ein paar überraschende Neuheiten bieten, setzen aber auch auf die bewährten Exponate vom Baumstamm-Kunstwerk bis zur großformatigen Darstellung der Geburt Christi aus der Weihnachtsgeschichte.“ Rund 120 Krippen sind zu sehen.

Am Kirchturm ist bereits der überdimensionale Adventskalender angebracht, täglich wird ein Törchen geöffnet, und immer um 17 Uhr wird es eine zehnminütige Meditation in St. Petronilla unter dem Thema „Atempause“ geben.

Die sonst sehr beliebten Führungen müssen allerdings wegen Corona ausfallen, so der Cheforganisator des adventlichen Lichterspektakels in Handorf. Freytag rechnet überwiegend mit Einzelbesuchern und Familien. In den Vorjahren, vor Corona, kamen sogar Reisebusse mit großen Gruppen aus dem nördlichen Münsterland und dem Ruhrgebiet.

Der Krippenweg ist rund um die Uhr über drei Eingänge erreichbar. Besonders eindrucksvoll ist natürlich ein Besuch in der Abenddämmerung, wenn die kleinen Hütten und Szenen einzeln beleuchtet werden.

Die Krippenschau wird ergänzt durch Exponate, die im Boniburger Wald aufgebaut werden und für viele Menschen auch „ein Weg der Hoffnung in schweren Zeiten sein sollen“, so die Pfarrgemeinde.

Der Lichtergottesdienst zum Start in die Adventszeit findet ebenfalls wegen der Pandemie nicht in der Pfarrkirche statt, sondern wird am Samstag (28. November) um 18.30 Uhr auf dem Schulhof der Kardinal-von-Galen-Schule durchgeführt. Teilnehmer können Laternen, Fackeln und Taschenlampen mitbringen. Um Anmeldung wird wegen der begrenzten Teilnehmerzahl gebeten.

Die Krippen unter freiem Himmel sind bis zum 17. Januar zu bewundern.

Startseite