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„Handorf trifft sich“ hatte viele Attraktionen zu bieten

Wettflechten und Torwandschießen

Münster-Handorf

Der Handorfer Herbst kann eventuell im nächsten Jahr wieder wie gewohnt die Menschen nach Handorf holen. Diesmal aber hatten sich die örtlichen Vereine und Institutionen einen Ersatz einfallen lassen.

Blick aus der Vogelperspektive: mit ihrem Festwirt Frank Strohbücker aus Everswinkel hatten die Bürgerschützen den Festplatz im Schützenfest-Design mit Handorfer Wimpeln und dem obligatorischen Fahnenmast geschmückt.  Foto: Jürgen Fieber

Damit hätten selbst die optimistischsten Organisatoren nicht gerechnet: Rund 1000 Besucher trafen sich auf der Festwiese an der Hobbeltstraße. Die Bürgerschützen Handorf, die Lichtbrücke Handorf-Bangladesch, die Karnevalisten von den Turmuhlen und die Messdiener von St. Petronilla hatten mit „Handorf trifft sich“ einen Volltreffer als Ersatz für den coronabedingt abgesagten „Handorfer Herbst“ organisiert.

Bereits der Samstag Abend war ein erster Erfolg. Die Freiluftmesse war nach Angaben der Veranstalter bei spätsommerlichen Temperaturen gut besucht und beim anschließenden Dämmerschoppen konnte nach langer Zeit mal wieder ausgiebig geklönt werden.

Fahnenmast und Flohmarkt

Für den Sonntag hatten die Bürgerschützen zusammen mit ihrem Festwirt Frank Strohbücker aus Everswinkel den Festplatz im Schützenfest-Design mit Handorfer Wimpeln und dem obligatorischen Fahnenmast geschmückt. Für diesen Bereich galt das Hygienekonzept des Festwirtes mit Eingangskontrolle der 3G-Regeln.

Im Eingangsbereich der Festwiese hatte der Verein „Lichtbrücke Handorf-Bangladesch“ einen Flohmarkt organisiert. Petra Dreher vom Verein Lichtbrücke war zufrieden, dass neben dem traditionellen Herbst-Flohmarkt eine weitere Möglichkeit bestand, Selbstgemachtes und gespendete Flohmarktartikel für die Arbeit in Bangladesch zu verkaufen.

Dazu zeichneten die Messdiener der Kirchengemeinde St. Petronilla für verschiedene Kinderaktivitäten verantwortlich und die Karnevalisten der Turmuhlen hatten einen Stand vorbereitet, an dem individuelle Buttons hergestellt wurden.

Für die musikalische Untermalung war für das Blasorchester „Stadtrand-Süd“ ein großes Zelt aufgebaut, unter dem die Musiker das erste Mal seit zwei Jahren einen öffentlichen Auftritt absolvierten. Auf dem ganzen Platz war das Aufatmen zu spüren, dass eine solche gesellige Veranstaltung endlich mal wieder möglich gemacht wurde.

Torwandschießen und Zöpfe flechten

Neben den laufenden Aktivitäten gab es noch zwei Vergleichswettkämpfe. Beim Zopfbinden trat für die Bürgerschützen Matthias Lükemann gegen Rita Küssner von der kfd an.

Auch wenn der von Rita Küssner geflochtene Zopf ordentlicher aussah, honorierte das Publikum als Juror doch die Künste von Matthias Lükemann mit dem meisten Applaus.

Den Wetteinsatz wollen beide Kontrahenten liefern: Die Bürgerschützen fahren die Damen der kfd nach deren Winterfest nach Hause und die Damen revanchieren sich im nächsten Jahr, indem sie die leider lange ungebrauchten Uniformen der Bürgerschützen aufpolieren.

Das Torwandschießen der U19 des TSV Handorf gegen die Bürgerschützen verloren Letztere deutlich. Ihren Wetteinsatz, als „Einlaufkinder“ die Kicker aufs Feld zu führen, werden sie beim Heimspiel am 6. November einlösen.

Von allen Anwesenden, ob Organisatoren oder Teilnehmer oder ob jung oder alt, gab es viel Lob und Dank für diese Veranstaltung. Ob und in welcher Form sie wiederholt wird, steht indes in den Sternen. Der Handorfer Herbst, eigentlich an diesem Tag terminiert, kann eventuell im nächsten Jahr wieder wie gewohnt die Menschen nach Handorf holen.

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