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Ein Jahr lang ist keine Überquerung der Werse zwischen Handorf-Dorbaum und Coerde möglich

Haskenau-Brücke weicht Neubau

Münster-Handorf

Sie ist ein Wahrzeichen und ein beliebter Treffpunkt für Wanderer: die Holzbrücke in der Haskenau. Doch auch auch ihr geht die Zeit nicht spurlos vorüber. Die Brücke muss bald erneuert werden.

Von Helmut P. Etzkorn

Die Fußgänger- und Radwegbrücke in der Haskenau erreicht an ihrer höchsten Stelle über der Werse zehn Meter und ist mit knapp 100 Metern eine der größten Holzbrücken in Münster. Inzwischen sind die Schäden an dem über 30 Jahre alten Bauwerk so groß, dass ein Neubau unausweichlich ist. Foto: hpe

Die inzwischen arg in die Jahre gekommene Haskenau-Brücke in Dorbaum soll 2023 durch einen Neubau ersetzt werden. Weil ein temporäres Ersatzbauwerk unweit der 1988 gebauten Holzbrücke rund 250 000 Euro kosten würden, wird wohl darauf verzichtet.

Mit der Folge, dass es rund eine Jahr lang keine Möglichkeit mehr für Radfahrer und Fußgänger geben wird, die Werse auf dem beliebten Ausflugs- und Radwanderweg zwischen Handorf und Coerde zu überqueren.

In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Münster-Ost berichtete Marco Otto vom Tiefbauamt über den Stand der Planungen. Weil auf der abgelegenen und sehr engen Fläche und Zuwegung zwischen Werse, Wald und Äckern eine Baustraße für schwere Fahrzeuge und Kräne schwer realisierbar ist und die Stadt wohl auch entsprechende Flächen dort nicht erwerben kann, ist ein zunächst angedachter Neubau parallel zur bestehenden Brücke nicht möglich.

Erst Abbruch, dann Neubau

Mit der Folge, dass die knapp 100 Meter lange Brücke aus Bongossiholz erst abgebrochen werden muss, ehe an gleicher Stelle der Neubau aus Stahl erfolgen kann. Die Kosten für ein Provisorium sind überdies inzwischen doppelt so hoch, wie vor Jahren noch beziffert. Bedeutet, dass die BV wohl nicht dafür plädieren wird, wenn (noch in diesem Jahr) die Beschlussvorlage für den Neubau der Haskenau-Brücke auf dem Tisch liegt.

Ultraschall checkt die Brücke

Noch im Sommer wird die Stadt eine erweiterte Hauptprüfung der bestehenden Brücke per Ultraschall durchführen, hier geht es vorrangig um die Standfestigkeit und die Verkehrssicherheit. man geht allerdings jetzt davon aus, dass sie weiterhin benutzt werden kann. Nach dem neuerlichen Belastungstest sollen die konkreten Planungen vorgestellt werden. Die Ausschreibung ist dann für Mitte 2022 angedacht.

Schon in der Vergangenheit wurden die Pfähle mit Stahlträgern verstärkt, um die Standsicherheit des Bauwerks zu erhöhen. Seit Jahren schon ist die Brücke für Pferd und Reiter gesperrt. Entsprechende Schilder sind aufgestellt.

„Das ist eine zu hohe punktuelle Belastung für die einzelnen Bohlen“, so damals die Stadt. Und weil die Brücke wegen weiterer Schäden an der Konstruktion zukünftig nicht mehr wirtschaftlich zu erhalten ist, bleibt als Alternative nur der Neubau.

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