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Stefan Weber zu Gast bei der Senioren Union

„29-Euro-Ticket ist keine Lösung“

Münster-Hiltrup

Auf Einladung der Senioren-Union Hiltrup sprach der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Stefan Weber, über aktuelle Herausforderungen der Kommunalpolitik in einer Zeit, die im Dauerkrisenmodus zu sein scheint.

Stefan Weber (l.) sprach auf Einladung von Dr. Ludwig Coenen, dem Vorsitzenden der Senioren Union Hiltrup. Foto: gro

Die Welt, so der vielfach empfundene Eindruck, befindet sich im Dauerkrisenmodus. Welche Auswirkungen hat das auf die Kommunalpolitik?

„Wir müssen Zukunftsvorsorge treffen für sehr viele Veränderungen“, erklärte Stefan Weber, mit Blick auf steigende Flüchtlingszahlen, die Inflation und die teure Energieversorgung. Der Chef der CDU-Ratsfraktion war Gast der Senioren-Union Hiltrup, die erstmals im „Pain et gâteau“ à la Krimphove tagte.

Solidaritätspartnerschaft mit Winnyzja

Der Ukraine-Krieg hat bereits ganz konkret zu einer Solidaritätspartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Winnyzja geführt. Es entsteht ein Bündnis mit der gemeinsamen Partnerstadt Lublin. Die vielen Hilfstransporte und die Hilfsbereitschaft der Bürger bei der Aufnahme von Flüchtlingen hätten ihn sehr stark beeindruckt, sagt Weber. Er kenne viele Menschen, die Ukrainer aufgenommen hätten.

Für die Stadt Münster forderte Weber den Bau eines großen Materiallagers an der künftigen Feuerwache 3 an der Hohen Geest. „Im Katastrophenschutz sind wir sehr schmal aufgestellt“, sagte Weber. Eine Investition von 60 Millionen für das Preußenstadion hielt er „für leistbar“. Den Musik-Campus begrüßt er als gemeinsames Projekt von Stadt und Universität.

Täglich 180 000 Einpendler in Münster

Kritisch sieht er die Pläne für ein 29-Euro-Ticket. Münster könne seine Verkehrsprobleme nur gemeinsam mit dem Umland lösen könne. „Wir haben täglich 180 000 Einpendler in Münster.“ Das 29-Euro-Ticket biete da keine Lösung.

Der Ratsmehrheit warf er vor, zu innenstadtzentriert zu denken. Die Stadtteile dürften nicht hintenüberfallen, so Weber. Neue Baugebiete hält er für unabdingbar. Bezahlbarer Wohnraum für Familien sei Mangelware.

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