1. www.wn.de
  2. >
  3. Muenster
  4. >
  5. Hiltrup
  6. >
  7. 6435 Unterschriften gegen Mastanlage

  8. >

Grüne und SPD übergeben Petition an Stadt

6435 Unterschriften gegen Mastanlage

Münster-Hiltrup

Gegen den geplanten Schweinemaststall in Hiltrup formiert sich breiter Widerstand. SPD und Grüne in Hiltrup haben fast 6500 Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt und zusammen mit einer Petition an Bürgermeister Klaus Rosenau als Vertreter des Oberbürgermeisters übergeben.

Julia Burkhardt (l.), Carsten Peters (2. v. l.), Simon Kerkhoff (r.) und Annette Ulrich übergaben die Petition samt Unterschriftenliste an Bürgermeister Klaus Rosenau (Mitte). Foto: pd

Vertreter der Grünen und der SPD aus Hiltrup überreichten eine Petition gegen den geplanten Schweinemast-Stall in Hiltrup samt einer dazugehörigen Unterschriftenliste an den ehrenamtlichen Bürgermeister Klaus Rosenau. Diese umfasst 6435 Unterschriften, davon allein 2236 aus Hiltrup.

„Wir begrüßen das deutliche ablehnende Votum aus dem Stadtteil zu der geplanten Mastanlage im Naturschutzgebiet“, betonen Carsten Peters und Julia Burkhardt von den Grünen in einer Pressemitteilung. Die Bürger hätten auf diese Weise die Gelegenheit genutzt, ihre Meinung zu diesen Planungen zu äußern.

2000 Kubikmeter Gülle pro Jahr

„Wir halten die geplante Form der Tierhaltung mit knapp 1500 Schweinen nicht für zukunftsweisend und nachhaltig. Der geplante Stall wird nach momentaner Tierzahl jedem Schwein nur 0,94 Quadratmeter einräumen“, heißt es in der Mitteilung weiter. „Wer glaubt wirklich, dass sich ein Schwein mit einem Mastendgewicht von circa 110 Kilogramm auf den maximal 0,95 Quadratmetern Raum pro Tier wohlfühlt?“ Um die 2000 Kubikmeter Gülle und zusätzlich Emissionen produziere so ein Stall pro Jahr. „Und dass das mit Naturschutz vereinbar ist, bestreiten nicht nur wir Grünen vehement.“

Simon Kerkhoff und Annette Ulrich (SPD): „Die Bedenken gegen die geplante Mastanlage sind weiterhin sehr groß. Kein Wunder, denn schließlich soll es in den angrenzenden Wohngebieten in Hiltrup-Ost künftig knapp 900 Stunden im Jahr nach Schweinemist stinken – somit wird auch die geltende Emissionsrichtlinie überschritten. 6500 Unterschriften sind ein enormes Ergebnis, mit dem wir so nicht gerechnet hätten, als wir die Petition gestartet haben. Aus unserer Sicht handelt es sich um die erfolgreichste Petition der jüngeren Hiltruper Geschichte.“

Weiterleitung an Naturschutzbeirat

In Vertretung von Oberbürgermeister Markus Lewe nahm Rosenau Petition und Unterschriften entgegen, die auch dem Naturschutzbeirat zugeleitet werden, der über den Antrag der Mastanlage entscheidet. Rosenau: „Die Petition ist ein tolles Beispiel für basisdemokratisches Engagement aus breiten Teilen der Bürgerschaft. Aus Hiltrup wurde ein starkes Signal an die Stadt gesendet.“

Startseite