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Sternsinger sammeln mehr als 15 000 Euro in Hiltrup und Amelsbüren

Alter Brauch sucht neue Wege

Münster-Hiltrup/Amelsbüren

Die Sternsinger in der Kirchengemeinde St. Clemens haben es gewagt: Sie wollten am Wochenende der Pandemie trotzen. Unter Vorsichtsmaßnahmen und mit medizinischen Masken zogen sie durch Hiltrup und Amelsbüren und sammelten alleine am Samstag mehr als 15 000 Euro für Kinder in Afrika.

Von Sara Richter

Mehr als 100 Kinder waren am Wochenende in der Kirchengemeinde St. Clemens als Sternsinger unterwegs. Spenden kommen diesmal der Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika zugute. Foto: Sara Richter

Trotz der angespannten Corona-Lage in Münster sind am Samstag insgesamt mehr als 100 Sternsinger in Hiltrup und Amelsbüren von Haus zu Haus gegangen.

Es gehe dabei vor allem um drei Dinge, so Pfarrer Klemens Schneider beim Aussendungsgottesdienst in der St.-Clemens-Kirche: „Ihr helft Menschen in anderen Ländern, ihr bereitet den Hiltrupern eine Freude und ihr erinnert daran, dass Gott in unsere Welt gekommen ist.“ Parallel dazu fand auch ein Aussendungsgottesdienst in der St.-Sebastian-Kirche in Amelsbüren statt.

Im vergangen Jahr fiel die Aktion aus

Nachdem die Sternsinger-Aktion im vergangenen Jahr ausgefallen war, freuten sich die Kinder nun wieder darauf, persönlich den Segen zu den Menschen zu bringen – auch unter Coronabedingungen. Trotz der winterlichen Temperaturen zeigte sich Pastoralreferentin Katharina Löhring zuversichtlich: „Wir sind einfach froh, dass es nicht regnet.“ Die Messdiener und Pfadfinder wurden zuvor in kleine Gruppen eingeteilt, in denen sie durch Hiltrup und Amelsbüren zogen. Um eine sichere Spendenübergabe zu gewährleisten, achteten sie dabei auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand.

Rund 40 Kinder aus der Pfarrei St. Clemens hatten sich bereits im Dezember unter der Leitung von Pastoralreferentin Katharina Löhring auf ihren Einsatz als Sternsinger vorbereitet. Foto: Bistum Münster

Vor dem Klingeln platzierten die Sternsinger die Spendendose bereits an der Haustür. Sobald die Sternsinger ihren Spruch aufgesagt hatten, die Spende in der Spendenbox angekommen war und die Tür geschlossen wurde, nahmen die Kinder die Spendenbox wieder mit. Außerdem trugen die Kinder eine Schutzmaske.

Insgesamt sind in diesem Jahr allein am Samstag in Hiltrup West, Hiltrup Mitte und in Amelsbüren 15 651 Euro an Spenden zusammengekommen. Dazu kommt noch der Erlös aus Hiltrup-Ost, wo die Sternsinger erst am Sonntag ihren Segen verteilt haben. Für Menschen, die nicht von den Sternsingern besucht wurden, liegen sowohl in der St.-Clemens-Kirche als auch in der St.-Sebastian-Kirche Segens-Aufkleber aus.

Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika

Die Aktion Dreikönigssingen wird getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Spenden kommen diesmal der Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika zugute.

Bei den Vorbereitungen für die Aktion Dreikönigssingen 2022 hat der BDKJ Münster wieder auf die Unterstützung durch ehrenamtliche Sternfahrerinnen und Sternfahrer gesetzt. Diese besuchen Ende des Jahres Pfarreien, um die Kinder inhaltlich auf ihren Einsatz als Sternsinger vorzubereiten.

„Um den Kindern das aktuelle Aktionsmotto zu vermitteln, haben wir mit ihnen darüber gesprochen, warum es wichtig ist, gesund zu bleiben und was dafür notwendig ist. Außerdem ging es um die Frage, was der Segen eigentlich bedeutet und wie man ihn an die Tür schreibt. Die Kinder hatten viel Spaß und freuen sich darauf, als Sternsinger unterwegs zu sein“, erläutert Isabel Staps ihren diesjährigen Einsatz als Sternfahrerin.

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