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Soiree in der Christuskirche

Auf Lichtsuche mit Löhrs Triptychon

Münster-Hiltrup

Spannende und interpretationsbedürftige Kunst in der Christuskirche: Bei der jüngsten Soiree stand ein ganz besonderes Werk im Mittelpunkt . . .

-hk-

Der Künstler Erwin Löhr präsentierte bei der Soiree in der Christuskirche ein großformatiges Triptychon. Foto: hk

Eine teils aufgeblühte rote Blume hebt sich vor dem stark schwarzen Hintergrund hervor. Es ist die Amaryllis, die mit ihrer Kraft für das adventliche Versprechen „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ steht. Sie ist ein Teil des großformatigen Triptychons „Lichtsuche“ des Künstlers Erwin Löhr, das im Mittelpunkt der Soiree in der Christuskirche stand.

In der mittleren Tafel des Bildes nehmen graue Farben den Kampf gegen den Teufel, das Schwarze, auf. Die schwarze Substanz geht allmählich verloren. „Und wenn die Welt voller Teufel ist . . .  es soll uns doch gelingen . . .“, heißt es in der Bibel.

Schlussendlich bahnt sich im dritten Teil des Triptychons das Licht seinen Weg. Im Licht sieht man das Jesuskind, die Dunkelheit verliert ihre Kraft, und dennoch bleibt ein Schimmer der Dunkelheit erhalten, sichtbar im oberen linken Teil der dritten Tafel.

Interessiert folgten die Zuhörer den Interpretationen von Herta Plath und Elisabeth Draude, denen sich Erwin Löhr mit seiner eigenen Sichtweise anschloss. Ausgangspunkt der Lichtsuche war das Kapitel 8, Vers 12 des Johannes-Evangeliums: „Ich bin das Licht der Welt“.

Genial umgesetzt hatte Kirchenkreiskantor Konrad Paul seine Art, das Triptychon zu interpretieren. Er improvisierte an der Orgel, wobei den Zuhörern die tonale Umsetzung der Auseinandersetzung zwischen Dunkel und Hell, zwischen Schwarz und Grau, zwischen Böse und Gut besonders gefiel.

Der Termin der nächsten Soiree wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

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